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Eisbach-Rein, Zisterzienserstift
jüngster Fund im Kloster

Das vermutete Stiftergrab.

Abt, Bauforschung, Wissenschafter und Architekten beim Fundort der Kapitelsaalfundamente.

Der Abt und die WissenschafterInnen beim Betrachten der romanischen Klosteranlage.

Im Zuge der Restaurierungsarbeiten in der barocken Chorkapelle, die auch als Winterkirche genutzt wurde, traten Fundamente der romanischen Klosteranlage zu Tage, die aufgrund der bauhistorischen Untersuchung als Reste des ehemaligen Kapitelsaales erkannt wurden.

Auf Anregung des Landeskonservators kam es zu einer weiterrechenden archäologischen Grabung, welche die Sitzstufen des Kapitelsaales, die Säulenbasen einer ehemals gotischen Einwölbung, einen Gruftabgang und Reste des mittelalterlichen Steinplattenbodens freilegte. Von den aufgedeckten Gräbern verdient das in zentraler Lage das größte Interesse. Ist es das Grabmal des Stifters Markgraf Leopold des Starken, der 1128 die Gründung des weltweit am längsten ununterbrochen besiedelten Zisterzienserklosters betrieb? Er nannte sich von 1122 bis zu seinem Tod 1129 „erster Markgraf der Steiermark“. Hat man nun – möglicherweise nach Jahrhunderten – seine Grabstätte entdeckt? Was spricht dafür?
In einer Urkunde von seinem Sohn Ottokar III. aus dem Jahr 1164 geht eindeutig hervor, dass die Reiner Kirche der Begräbnisort von Leopold ist.
Leopold starb bald nach Grundsteinlegung und wurde dann erst später in „Sein“ Kloster umgebettet.
Schließlich stammt die Kleidung (Gewandschnalle), die der Tote trug, eindeutig von einem Laien und keinesfalls von einem Kleriker.

Zur Identifikation des Bestatteten sind allerdings umfassende historische und naturwissenschaftliche Untersuchungen notwendig, für welche die Unterstützung der öffentlichen Hand notwendig ist.


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