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Magdalensberg,Kärnten
Pfarrkirche, Hochaltar von 1502Konservierung des Hochaltares in den Restaurierwerkstätten Kunstdenkmale seit 2003

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Altarflügel vor Restaurierung

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Während Abnahme der Übermalungen

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Detail, obere Bildtafel nach Restaurierung

Der gegen Ende des 15. Jahrhunderts vollendete dreischiffige Kirchenbau und die Flügelaltäre gehen auf die bis heute bestehende Vierbergewallfahrt zurück.
Im langgezogenen netzrippengewölbten Chor steht vor den hohen Fenstern der Apsis das 1502 datierte Hochaltarretabel mit der Helenalegende.

 Die Grossgemeinde Magdalensberg umfasst heute 13 Katastralgemeinden mit insgesamt dreitausend Einwohnern. Die zuständige Pfarre Ottmanach hat neben der eigenen Pfarrkirche noch 5 Filialkirchen, darunter diejenige auf dem Magdalensberg (früher Helenenberg genannt), zu betreuen.
Sie steht in einer Seehöhe von 1058 m auf der Spitze der durch die römischen Ausgrabungen bekannten Bergkuppe und ist bis heute durch die bestehende Vierbergewallfahrt berühmt.
Der gegen Ende des 15. Jahrhunderts vollendete dreischiffige Kirchenbau und die Flügelaltäre gehen auf die bis heute bestehende Vierbergewallfahrt zurück.
Im langgezogenen netzrippengewölbten Chor steht vor den hohen Fenstern der Apsis das 1502 datierte Hochaltarretabel mit der Helenalegende.

Bedeutung: Mit einer Gesamthöhe von knapp 8 m gehört der Hochaltar zu den größten der 75 Flügelaltäre Kärntens.
Die Helenastatue im Mittelschrein, sowie die Gesprengeskulpturen werden den Anfängen der Villacher Werkstätten, die Tafelmalerei einem steirischen, vielleicht Grazer Maler zugeordnet.
Für Kärnten und Österreich einzigartig sind Form und Flügelfunktion des Helenenretabels mit einem beweglichen Flügelpaar von jeweils gleicher Breite wie der Figurenschrein, das durch nach der Tiefe gegeneinander versetzte Scharniere übernander geklappt werden kann.
Bei symmetrisch geöffneten Flügeln zeigen die oberen Szenen die Auffindung des heiligen Kreuzes durch die heilige Helena und die unteren seine Rettung vor den Heiden durch Kaiser Heraklius nach der Legenda Aurea des Jacobus de Voragine. Nach einseitigem Schliessen des linken Flügels zeigt die Außenseite figurenlose (?) Raumperspektiven, wird zusätzlich der rechte Flügel geschlossen sind die zwölf Apostel dicht gedrängt auf zwei Bildtafeln sichtbar.

Zustand: Architektur und Schnitzformen sind in gutem Holzzustand, da in Gebirgslagen über 1000 m kein Schädlingsbefall mehr auftritt. Schwer gelitten haben jedoch die Farbfassungen der Figuren und der Schreinarchitektur, sowie die Tafelmalereien. Die einstige Rankenmalerei in Gouachetechnik auf den Schreinrückseiten ist weitgehend abgefallen. Seit der Barockzeit waren ständig Restauriereingriffe, hervorgerufen durch helle Verglasung mit Kurzzeiterwärmungen des Altares, nötig.
Der hohe Anteil ultravioletter Strahlung des Sonnenlichtes führte obendrein zum Ausbleichen nicht lichtechter Farben ( Rotlack über Zinnober an Rahmenaußenseite). Zudem entstanden schwere Fassungsschäden durch Mauerfeuchte, undichte Fenster und Vogelkot.
Auf der Predellenrückseite findet man hierzu folgende Inschriften: Dieser Hoch Altar wurde im Jahr 1502 neu errichtet und im Jahr 1826 wieder renoviert. Architektur und Statuen restauriert Progar 1895 ( Klagenfurter Bildhauer Alois Progar). Damals sind Teile des Gesprenges schon heruntergefallen.

Das Restaurierprojekt 2003-2007:
Von den Restaurierwerkstätten Kunstdenkmale des Bundesdenkmalamtes wurde mit der Restaurierung, im Einvernehmen mit dem Landeskonservator für Kärnten 2003 begonnen.
1. Phase 2003-05: Restaurierung des rechten Flügels – 2.900 Std., € 110.700 .-
2. Phase 2005-06: Restaurierung des linken Flügels - 2.700 Std., € 95.000 .-
Phase 1 wurde durch das Bundesdenkmalamt finanziert.
Phase 2 kann mit € 44.000 .- vom Verein der Freunde der Denkmalpflege unterstützt werden.
3. Phase: 2006-07: Schrein, Predella und Skulpturen vor Ort 4000 Std. € 150.000 .-
Phase 3 ist in seiner Finanzierung noch ungeklärt.
Der Gesamtaufwand für die Restaurierung 2003-2007 beträgt ca. € 355.000 .-

Eine Spendenmöglichkeit besteht:
An das BDA, Konto: PSK, BLZ 60000, KtNr. 5031050 (mit 50%iger Steuerabsetzbarkeit) mit dem Vermerk: „vorgeschlagen für Hoch-Altar in der Pfarrkirche Magdalensberg, Kärnten” .


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