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Werkshotel Leoben-Donawitz, Pestalozzistraße 92

Polygonaler Turm mit Glockendach zwischen Gebäudetrakten.

2003 vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen.

Südseitiger ehemaliger Gästetrakt mit Terrasse.

Repräsentativer Haupteingang und Gartenpavillon.

Stiegenhaus mit gedrehten Geländerstäben aus Holz.

Festsaal mit Empore.
Eine geglückte Renovierung
Die Österreichische Alpine Montangesellschaft ließ 1911/12 nach Plänen von Schönthaler & Söhne in Wien vom Brucker Baumeister Victor Forabosco das „Werkshotel Leoben“ errichten. Der als Neobarockbau mit Jugendstilelementen konzipierte Komplex lag in einer großzügig angelegten Parkanlage.
In der Literatur liest man von einer Mischung aus „Schloss und Bräustüberl“.
Das Hotel war einerseits Ausdruck des Repräsentationsbedürfnisses der steirischen Eisenindustriellen aber auch über Jahrzehnte beliebter kultureller Treffpunkt und wegen des großzügigen Festsaales auch Ort für zahlreiche Feierlichkeiten. Durch die Wahl der Stilmittel wurde das Objekt zu einem markanten Dokument für die Zeit kurz vor dem Untergang der Monarchie.
Das Hotel wurde 1989 gesperrt, stand über einen längeren Zeitraum leer und war in einem gefährdeten Zustand. Ein Besitzerwechsel im Jahre 2002 machte eine Generalsanierung möglich und die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten gab jenen Spielraum, der für eine geglückte Renovierung nötig ist. Das unterschiedlich große Raumangebot von ehemaligem Gästetrakt bzw. Wirtschafts- und Bedienstetentrakt des Hotels eignete sich für die Einrichtung und Adaptierung zu einem Bildungs- und Schulungszentrum. Und auch der zweigeschossige Festsaal konnte wieder seiner ursprünglichen Funktion übergeben werden. Eine grundlegende Sanierung des Mansarddaches mit Ziegeln und der Putzfassade wurde durchgeführt. Es war weiters nötig die zum Teil kaputten Holzfenster (Wienerstock) einschließlich der vorgegebenen Sprossenteilung nachzubauen. Im Inneren konnte die repräsentative Hauptstiege aus Holz wiederhergestellt werden. Die wesentlichen Stilmerkmale wurden berücksichtigt und konnten erfolgreich in die Planung eingebunden werden.
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