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Der schwierige Umgang mit BodenfundenDas Bundesdenkmalamt als Koordinationsstelle bei der Bearbeitung von archäologischen Funden

Gewandspange. © BDA

Gefäßfragment.© BDA

Dem Bundesdenkmalamt werden jährlich etwa 100 Zufallsfunde von archäologischen Bodendenkmalen gemeldet, die es für die Nachwelt zu sichern gilt

Das Bundesdenkmalamt ist seit Jahren mit einer steigenden Anzahl an Bodenfunden konfrontiert, die nicht aus archäologischen Grabungen stammen, sondern von Privatleuten zufällig geborgen werden. Ein schönes Beispiel für diese "Zufallsfunde" ist ein vor kurzem entdeckter Fundkomplex aus dem Raum Wiener Neustadt, der über 150 Einzelobjekte aus Edelmetall umfasst, die etwa in den Zeitraum zwischen 1250 und 1350 zu datieren sind. Enthalten sind unter anderem Fingerringe, Gewandspangen und Gürtelbestandteile sowie Fragmente von Tafelgeschirr.
In diesem wie auch in anderen Fällen übernimmt das Bundesdenkmalamt die Versorgung der Funde (Konservierung, Restaurierung, Dokumentation), aber auch die Koordinierung der wissenschaftlichen Bearbeitung, zu der die Finder in den seltensten Fällen imstande wären. Insgesamt wird so ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung des archäologischen Erbes von Österreich geleistet.
Zentrale Anlauf- und Informationsstelle für Zufallsfunde ist das Referat "Fundberichte" in der Abteilung für Bodendenkmale in Wien.


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