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IHPE 200611th International Heritage Photographic Experience
Österreich nimmt 2006 zum ersten Mal am internationalen Jugendfotowettbewerb "International Heritage Photographic Experience" teil.
Diese Veranstaltung ist hervorragend dafür geeignet, das Engagement von Kindern und Jugendlichen für das kulturelle Erbe zu stärken. Junge Menschen lernen das Medium Fotografie zu nutzen und erhalten gleichzeitig die Möglichkeit, ihre eigene Umwelt anders zu sehen und zu gestalten.
Die Jury war überrascht von der Vielfalt und der Phantasie, die das Thema bei den jugendlichen Teilnehmern verschiedener Altersstufen auslöste. Ziel war es, im Wege der Visualisierung ein Bewußtsein für die Erhaltung von Kulturerbe zu wecken und die Kinder und Jugendlichen sowohl für eigenes als auch für fremdes Kulturgut zu sensibilisieren.
In Oberösterreich, das sich als einziges österreichisches Bundesland bereits 2005 am IHPE beteiligte, wurden AsylbewerberInnen im Alter zwischen 17 und 20 Jahren eingeladen, am Wettbewerb teilzunehmen, um zu sehen, wie und unter welchen Gesichtspunkten Nichtösterreicher österreichisches Kulturerbe erleben bzw. wahrnehmen. Im Zuge des Projektes zeigte sich, das bereits der Begriff "Kulturerbe" bzw. "Erbe" ein Definitionsproblem darstellte. Dass auch diese Hürde gemeistert werden konnte, beweist das Siegerfoto aus Linz. Das gewähte Sujet - ein Mauerteil mit Darstellung der chinesischen Mauer - verdeutlicht symbolisch das Nebeneinander von fremdem und eigenem Kulturgut.
Einen anderen Weg beschreitet das Siegerfoto aus Wien, das eine Büste von Franz Schubert zeigt. Hier erfolgt eine eingehende Beschäftigung mit dem eigenen Kulturgut. Zum einen wird die Denkmalkategorie "Denkmal, Büste, Standbild" im engsten Sinne verstanden, zum anderen wird mit dem Wiener Künstler eine der Ikonen der österreichischen Musikgeschichte zum Bildinhalt gemacht.
Wie die Vielfalt der eingesendeten Fotografien beweist, stellt diese Aktion einen großen Anreiz für Jugendliche dar, sich mit Denkmalen aller Art zu befassen, wobei die Annäherung an ein Denkmal eine sehr vielfältige und unterschiedliche ist. Im Laure ihrer Aktivitäten haben die TeilnehmerInnen gelernt, ihre Umgebung mit anderen Augen zu sehen. Altbekanntes wird neu entdeckt - Bauten von gestern werden im Heute erlebt...
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