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Der Rudolfsturm - Wächter über Hallstatt

Der Rudolfsturm ist seit dem Mittelalter der Wächter über Hallstatt.

Die malerische Ortsansicht von Hallstatt liegt dem Rudolfsturm zu Füßen

Das historische Ambiente blieb erhalten ....

.. und wurde mit modernen Elementen ergänzt

Der Küchenzubau aus 2007 ermöglichte eine Modernisierung des Gastronomiebetriebes.

Schäden am Dach und notwendige Sanierungen im Inneren - der Rudolfsturm vor Sanierung

Blick vom Rudolfsturm auf den Hallstättersee

Nach der erfolgreiche Sanierung können die einmalige Aussicht (und die gute Küche) genossen werden.

1282 bis 1284 ließ hier Herzog Albrecht I. von Österreich den Rudolfsturm errichten, der nach seinem Vater, Rudolf I., benannt wurde. Er diente im Salzkrieg gegen den salzburgischen Erzbischof Konrad IV. als Verteidigungsanlage und war seit 1313 bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts die Wohnung des jeweiligen Bergmeisters. Heute beherbergt der Turm eine seiner herrlichen Aussicht wegen beliebte Gaststätte.
Der Rudolfsturm ist am hallstattzeitlichen Gräberfeld und dem Salzstollen, dem ältesten der Welt, gelegen und mit der Hallstätter Salzbergbahn erreichbar. Zu Fuß führt der so genannte "Kerntragweiberweg" von Hallstatt auf den Spuren der Salzträgerinnen zum Hallstätter Hochtal.

Mittelalterlicher Wehrturm
Man nimmt an, dass die gesamte Salzproduktion vor der Gründung des Marktes am Ufer des Hallstättersees ausschließlich im Salzberg-Hochral vonstatten ging. Diese Annahme erklärt die Position des Rudolfsturms als Wehrturm am damals einzigen Zugang zum Hochtal. Am höchsten Punkt, dem Turmkogel, errichtet, verdeutlicht der Turm in seiner architektonischen Gestalt seine Sperrfunktion.
Mit der Verlagerung der Salzproduktion in den Ort, änderten sich auch Gestalt und Bedeutung des Rudolfsturms: aus dem ursprünglich solitären Turm entstand ein Ensemble unterschiedlicher Baukörper, die Sperrfunktion wurde zur Gelenksfunktion zwischen Berg und Ort Hallstatt. (Vgl. F. Idam, Bauforschungsbericht Rudolfsturm, Wien-Hallstatt 2005).

Sanierungsziele
Bei der Sanierung wurde auf die Erhaltung der historischen Substanz größtes Augenmerk gelegt: die Fenster wurden repariert, für die Verputze kam Löschkalk zum Einsatz. Der historische schmiedeeiserne Zaun der Terasse wurde erhalten und detailgetreu ergänzt. Auch die logistischen Anforderungen an die Baufirma und den Projektleiter Ing. Gerhard Fallmann waren beträchtlich: Sämtliche Materialien  mussten mit Hubschrauber ins Hochtal geflogen werden.

Im Inneren verbindet sich eine moderne Innenausstattung in der Lounge mit dem historischen Ambiente der Gaststube und dem so genannten "Ramsauer-Zimmer",  benannt nach dem Entdecker des Hallstätter Gräberfeldes, dem Bergmeister Johann Georg Ramsauer.

Der sanierte Rudolfsturm ist Bestandteil der oö. Landesausstellung 2008. Er repräsentiert die landschaftlichen Reize des Salzkammerguts und deren Entdeckung in der Hochblüte der Sommerfrische.

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