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Bronzedepotfund im Ausseerland

Urnenfelderzeitlicher Depotfund

Urnenfelderzeitlicher Depotfund aus dem Ausseerland. Foto: BDA.

Bergung des Depotfundes. Foto: BDA.

Sichel aus dem Depotfund. Foto: BDA.

Lanzenspitze

Lanzenspitze aus dem Depotfund. Foto: BDA.

Nadel

Nadel aus dem Depotfund. Foto: BDA.

Ein urnenfelderzeitlicher Hortfund aus über 160 Bronzegegenständen gibt neue Einblicke in die Geschichte des Salzkammergutes

Seit einigen Jahren widmet sich die "Archäologische Arbeitsgemeinschaft Salzkammergut (AAS)" der Erforschung der frühen Geschichte vor allem des Ausseerlandes. Unter fachlicher Leitung des Bundesdenkmalamtes finden Geländebegehungen und archäologische Grabungen statt, die mehrfach vom größten Grundeigentümer der Region, der Österreichischen Bundesforste AG, finanziell unterstützt wurden.
Die aktuellen Grabungen konnten erstmals kleine Siedlungsstellen der Urnenfelderzeit (späte Bronzezeit, ca. 1250-800 v. Chr.) und der Römerzeit (um Christi Geburt bis 5. Jh. n. Chr.) erschließen, die wohl als Raststationen entlang einer Verkehrsverbindung zu deuten sind. Diese seit über 3000 Jahren intensiv genutzte Trasse führte entlang der Traun zu dem Salzbergbauzentrum Hallstatt und konnte von den Mitgliedern der "AAS" in umfangreichen Begehungen mit hunderten Fundstücken nachgewiesen werden.
Dabei wurden bereits mehrere Depots (Sammelbegriff für absichtlich niedergelegte bzw. verborgene Gegenstände) von Bronzeobjekten aus der Urnenfelderzeit entdeckt. Zu diesen Depots ist auch der jüngste Fundkomplex zu zählen: Es handelt sich um einen ungewöhnlich gut erhaltenen, kompakt geschlichteten Hortfund aus über 160 Bronzegegenständen (Waffen, Geräte, Schmuck), der in einem Ledersack zwischen Steinen vergraben worden ist.
Die mühsame Dokumentation und Bergung erfolgte zusammen mit der "AAS"und mehreren Archäologinnen und Archäologen an einem langen Septembertag bis tief in die Nacht hinein.

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