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Neue Wandmalereifunde auf Burg Forchtenstein

Burg Forchtenstein, Wandmalerei um 1800

Burg Forchtenstein, Wandmalerei um 1800

Burg Forchtenstein, Wandmalerei um 1800

Burg Forchtenstein, Wandmalerei um 1800

Burg Forchtenstein, Wandmalerei um 1800

Burg Forchtenstein, Wandmalerei um 1800

Burg Forchtenstein, Wandmalerei um 1800

Burg Forchtenstein, Wandmalerei um 1800

Nach der spektakulären langjährigen Freilegung und Restaurierung der kunst- und kulturgeschichtlich bedeutenden barocken Fassadenmalereien im inneren Hof kann nun wieder über einen zwar vergleichsweise bescheidenen, dennoch aber interessanten Wandmalereifund auf der Burg berichtet werden.

Im Zuge von routinemäßigen Voruntersuchungen an den Wänden , wie sie auf Forchtenstein seit Jahren bei Adaptierungen von Räumlichkeiten üblich sind, traten im sogenannten „Grenadierzimmer“, einem mächtigen tonnengewölbten Raum des 17. Jahrhunderts im nordwestlichen Torbau der Burganlage, an verschiedenen Befundstellen der Wände Malereireste zutage. Nach Prüfung des Umfangs und Zustands der Darstellungen, die sich aufgrund der ersten Sondierungen zwar als keine künstlerisch hochwertigen, aber sehr originelle Arbeiten aus der Zeit um 1800 herausstellten, entschloss sich die Esterházy Stiftung zur Freilegung eines größeren Teils diese Bestandes: Handelt es sich doch um eine durchaus bemerkenswerte raumbestimmende Belagerungsszene aus den napoleonischen Kriegen und einer weiteren, ikonographisch noch nicht geklärten sakralen Darstellung.
Trotz der stilistisch und technisch laienhaften Malweise bestimmt die militärische Szene ein offensichtlicher Wille zur Differenzierung unterschiedlicher Texturen, sodass etwa das Fell des Pferdes durch einen pastos-plastischen Auftrag einer Schlämme zusätzlich charakterisiert wurde. Weiters herrscht eine Tendenz zur karikaturenartigen Überzeichnung und zu stilllebenhaften Qualitäten mit dekorativem Wert vor.

Da die Kalkseccomalerei teilweise sehr labil auf einem Paket älterer Tünchen liegt, hat das Restauratorenteam Claudio Bizzarri und Bernhard Hausegger bei der Freilegung vor allem auf eine entsprechende Vorfestigung bedacht zu nehmen. Direkt unter dieser Malschichte existiert im Bereich der Seitenwand außerdem eine etwas ältere, einfach gemalte Quaderung, die partiell durchscheint.

Derzeit befinden sich die Restaurierungsarbeiten mit der Retusche in der Endphase. Danach wird eine offizielle Präsentation des Fundes stattfinden.

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