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Pulkau, NÖ Filialkirche Hl. Blut
Hochaltarretabel 1515

linker Predellaflügel

Schmerzensmann im Hauptschrein

Hl. Sebatian im Hauptschrein

Arbeitssituation

Aktuelle Konservierungsmaßnahmen am bedeutenden spätgotischen Altarretabel.

Der Hochaltar in der Filialkirche Hl. Blut ist ein spätgotischer Retabel (1515-22) von höchster Bedeutung. Er gilt als Hauptwerk der österreichischen Donauschule und wird der Werkstatt des Niclas Preu und seinem Gesellen Rothuet zugeschrieben. Nachdem die letzte umfassende Restaurierung und Rückführung aller Veränderungen auf den „Originalbestand“ bereits 1948/49 von den Amtswerkstätten des BDA durchgeführt worden war und seither keine größere Zustandskontrolle stattgefunden hatte, haben sich Pfarre, Diözese, Landeskonservatorat und Restaurierwerkstätten einvernehmlich dazu entschlossen im Juli 2006 eine Reinigung, Konservierung und eingehende Untersuchung vor Ort durchzuführen.

Besonders von der Untersuchung und Befundung werden neue Erkenntnisse hinsichtlich Erhaltungszustand, frühere Eingriffe und Veränderungen sowie insgesamt über den Zustand der Gemälde und Farbfassungen erwartet, die auch für die Kunstwissenschaft und Kunsttechnologie von Bedeutung sein werden.
Neben makroskopischen Untersuchungen, Farbschichtbefunden und fotografischer Dokumentation bei Normallicht wie auch mit UV- bzw. Infrarotreflektografie, werden chemische Laboranalysen des Zentrallabors umfassende Erkenntnisse vermitteln.

Unter der Leitung und Mitarbeit von Amtsrestaurator Mag. Franz Höring werden 4-5 freiberufliche RestauratorInnen an diesem Projekt teilnehmen. Es wird mit einem vorläufigen Aufwand von ca. 680 Arbeitstunden gerechnet. Die Kosten werden von Pfarre, Diözese und Bundesdenkmalamt gemeinsam getragen. (F.H.)

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