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In diesem Denkmal wird gearbeitet3 Beispiele für florierende Gewerbebetriebe, deren Betriebsgebäude unter Denkmalschutz stehen.

ehem. Fabrik Koffmann, Detailansicht der Fassade

ehem. Fabrik Koffmann, Detailansicht der Fassade

ehem. Fabrik Koffmann, Außenansicht

ehem. Fabrik Koffmann, Außenansicht

ehem. Fabrik Koffmann, Werkhalle

ehem. Fabrik Koffmann, Werkhalle

ehem. Fabrik Koffmann, Innendetail

ehem. Fabrik Koffmann, Innendetail

Spinnerei Klarenbrunn

Spinnerei Klarenbrunn

ehemalige Baumwollspinnerei in Kaindorf an der Sulm

ehemalige Baumwollspinnerei in Kaindorf an der Sulm

Das Vorurteil, dass der Denkmalschutz der Tod betriebswirtschaftlich vernünftiger Produktion sein muss, widerlegt in Wien ausgerechnet eine Sargfabrik.

Die Kistenfabrik Max Koffmann AG in der Breitenfurter Straße in Wien wurde 1914-16 am Ort des ehemaligen Hetzendorfer Teiches errichtet. Es ist ein zweigeschossiger Bau mit Wassertum in hellgrauem Sichtziegelmauerwerk, es haben sich auch im Inneren zahlreiche Details der Bauzeit erhalten.
1966 wurden die Produktionshallen adaptiert und modernisiert, seither betreibt die Städtische Bestattung hier  ihre Sargfabrik.

In Bludenz in Vorarlberg steht die Spinnerei Klarenbrunn: es handelt sich um einen 1886 errichteten typischen Industriesichtziegelbau mit nach englischen Vorbildern gestalteter Fassade. Die gesamte Fabriksanlage aus dem 19. Jahrhundert ist erhalten, mit Werkskanal, Wasserstube, Dampfkrafthaus und vier Direktoren- und Arbeiterhäusern. In den alten Hallen stehen moderne Maschinen, die Spinnerei ist aktiv in der grossen Tradition der Vorarlberger Textilindustrie tätig.

In der Steiermark, in Kaindorf an der Sulm, steht eine Baumwollspinnerei, die zum Zeitpunkt ihrer Errichtung, 1894/95, auf der Höhe ihrer Zeit war: In dem viergeschossigen Gebäude mit Putz-Sichtziegelfassade und Eisenstützen standen modernste englische Maschinen. Heute werden hier keine Fasern mehr versponnen: ein Druckgusswerk ist eingezogen und produziert erfolgreich seit der Mitte des 20. Jahrhunderts unter Wahrung der historischen Substanz.

Alle drei Gebäude, in all ihrer Unterschiedlichkeit, sind Zeugen der Industriegeschichte diese Landes, und gleichzeitig Beweise dafür, dass Modernisierung nicht unbedingt Zerstörung heissen muss. Am 18. 4. 2006 wird der "International Day for Monuments and Sites" gefeiert, das Thema heuer: Industrial Heritage. Auch auf diesem Gebiet, nicht nur dem bekannteren der Schlösser und Kirchen, hat Österreichs Kulturlandschaft viel zu bieten.

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