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Ein Zollhaus am BrennerHistorisches Grenzhaus unter Schutz gestellt

Innenraum

© Fotobestand Kuratorium für technische Kulturgüter.
Foto: Ch. Lackner, Innsbruck

Gries am Brenner, ehem. Zollamtsgebäude, Außenansicht

Auf der östlich gelegenen Straße fährt man nach Italien. Auf der westlichen nach Österreich. In der Mitte steht das Zollhaus, das keine Grenze mehr bewacht.

Es ist ein schlichtes, funktionales Gebäude, 1951 errichtet, noch in der Formsprache der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts, aber mit Details der Bauzeit, in beachtlicher architektonischer Qualität. Zentral ist die Abfertigungshalle, großzügig belichtet und symmetrisch angelegt. Die Funktion ist an den Fassaden ablesbar: die hohen Fenster in der Mitte an West- und Ostseite und die spiegelbildlich angelegten Pfeilervorhallen, abgesetzt von den kleineren, mit Holzkasten versehenen Fenstern für die Büroräume im Süden und den Lagerraum im Norden, geben die Abfertigungswege vor.

Solche Häuser sind selten geworden, sie wurden nicht als das geschätzt, was sie sind: Zeugen der Alltagsgeschichte des Landes, hier einer der Fahrten, der Übergänge und der Grenzen. Die Schlagbäume am Zollhaus wurden 1995 entfernt.

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