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Monumentale Gruft am Grazer ZentralfriedhofSich über den Tod hinaus ein Denkmal setzen

Die restaurierte Gruft.

Detail des Reliefs, Vorbereitungen zum Wagenrennen.

Postament mit Laterne aus Kupferblech.

Vorzustand

Die monumentale Anlage vor der Restaurierung.

Ein Zettel mit dem Hinweis „zum Verkauf“ ließ vor wenigen Jahren auf die Gefährdung der Grabanlage schließen. Für die unter Denkmalschutz stehende Gruft fanden sich bald engagierte neue Nutzungsberechtigte, mit denen eine umfassende Restaurierung der Anlage möglich wurde.

In prominenter Lage an einem der Hauptwege des Friedhofs (Feld 2a III 5) 
befindet sich die monumentale Gruft des Wagenfabrikanten Gustav Koller (1842-1910).
Das Grabdenkmal ist in antikisierenden Formen ausgeführt und stammt vom bedeutenden Grazer Bildhauer August Rantz, der viele Grabsteine am Friedhof gestaltet hat und auch selbst dort bestattet liegt.
Der zentral aufgestellte Sarkophag ist von einer halbrunden Steinumfriedung umgeben und über Treppen erreichbar. Er ist durch Reliefs zum Thema ”Wagenrennen” geschmückt - ein Bezug auf den Beruf des Verstorbenen. Dargestellt wird die Situation unmittelbar vor einem Wagenrennen. An den beiden Schmalseiten sind Männer in antiker Kleidung beim Schmieden eines Rades zu sehen; weiters sieht man das Beschlagen von Pferdehufen. Die Darstellungen an den Laternenpostamenten zeigen Engel mit zu Boden gesenkten Posaunen und Fackeln als Todes- und Vergänglichkeitssymbole.
Das Grabdenkmal liegt an prominenter Stelle an einem der Hauptwege des Grazer Zentralfriedhofs in räumlicher Nähe zu den Gräbern anderer bedeutender Grazer Industrieller.
Die Kunst- und Natursteinelemente waren stark verschmutzt, vermoost und stellenweise versintert, ansonsten jedoch in einem recht guten Zustand. Es gab nur einige Frostschäden und leichte Verschiebungen durch statische Probleme. Nach steinrestauratorischer Sicherung, Reinigung und Ergänzung des Bestandes durch die Restaurierungswerkstatt Zottmann erfolgte noch eine Konservierung durch Hydrophobierung. Abschließende Maßnahmen erfolgen witterungsbedingt erst im Frühjahr 2006.

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