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Die Pöstlingbergbahn – ein Wahrzeichen von Linz Hohe Zustimmung in der Bevölkerung für den Erhalt der bisherigen Waggons

Talstation

Werbung für und mit der Pöstlingbergbahn. Folder der Linz Linien

Bergstation im Befestigungsturm

 „Die Pöstlingbergbahn soll bleiben, wie sie ist“
Wochenlang füllten Ende 2005 Kommentare zur angekündigten Modernisierung der Pöstlingbergbahn die Leserbriefspalten der lokalen Medien in Oberösterreich.

Denkmäler müssen sich durch geschichtliche, künstlerische und kulturelle Bedeutung auszeichnen. So fordert es das österreichische Denkmalschutzgesetz. In den Leserbriefen wurde die gesamte Bandbreite dieser Bedeutung im Fall der Pöstlingbergbahn zum Ausdruck gebracht. Ihr kultureller Wert – „die Pöstlingbergbahn ist das Wahrzeichen von Linz“, „dieses Kulturgut soll nicht durch Modernisierung zerstört werden“ und ihr emotionaler Wert – „die Pöstlingbergbahn ist meine Kindheit“ sind unangefochten.
Die Pöstlingbergbahn steht seit März 2006 unter Denkmalschutz.

Die nun 107 Jahre alte Bahn war die erste Adhäsionsbahn mit einer durchschnittlichen Steigung von 105 ‰ in Österreich und ist die älteste erhaltene Anlage ihrer Art. Nach Einstellung einer Bergbahnstrecke in den Anden dürfte es sich auch mit bis zu 116 ‰ um die steilste Adhäsionsbergbahn der Welt handeln. Aus diesem Grunde wurde die Pöstlingberg-Bahn 1983 auch ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen.
Der gute Erhaltungszustand und die nach wie vor uneingeschränkte Funktionsfähigkeit der Anlage stellt einen Beweis für die besonderen Fähigkeiten der Planer dar, entwickelte sich doch  die Bahn-Elektrifizierung um 1900 erst als völlig neues Gebiet.
Die Anlage der Pöstlingbergbahn ist daher ein einzigartiges Dokument der Entwicklung der Verkehrs- und Wirtschaftsgeschichte Österreichs.

Baugeschichte der Pöstlingbergbahn
Bereits 1891 hatte sich der Verkehrstechniker Ing. Josef Urbanski mit dem Projekt einer Zahnradbahn auf den Pöstlingberg beschäftigt.

Bergstation und Grottenbahn
Zum Gesamtkomplex Pöstlingbergbahn gehören auch das 1898 ebenfalls von der Linzer Technischen Elektrizitätsgesellschaft TEG errichtete Berghotel auf dem Pöstlingberg beim Turm Nr. I, die 1906 eröffnete, voll elektrifizierte „Grottenbahn“ im Befestigungsturm Nr. II, die bereits erwähnte Bergstation samt Nebenräumlichkeiten im Turm Nr. IV und den anschließenden Kasematten, die Gestaltung einer Aussichtsplattform auf dem Kanonendeck des Turmes V und die Einrichtung einer Gärtnerei zur Betreuung der in die ehemaligen Befestigungsanlagen eingefügten Promenadenwege- und Gartenanlagen, insbesondere auch eines Jugendstil-Rosengartens. Diese Bauten stehen als Ensemble „Am Pöstlingberg“ bereits seit 1989 unter Denkmalschutz.


Trasse
An der Bahnstrecke befinden sich mehrere hölzerne Haltestellenhäuschen im Stil der Erbauungszeit.

Wagen
Der Fuhrpark stellt einen wichtigen Bestandteil der Pöstlingbahn dar, dokumentiert er doch anschaulich die Entwicklungsarbeit am Fahrzeugsektor für Bahnen mit großer Steigung und elektrischem Antrieb aus der Frühzeit dieser Technologie um 1900.

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