Zur Navigation springen |Zum Inhalt springen
 
 

Gustav Klimts letztes Atelier - Eine Inklusion

Die 2010 begonnenen Restaurier- und Instandsetzungsarbeiten in Gustav Klimts Atelier in Wien-Unter St. Veit, Feldmühlgasse 11, stehen kurz vor ihrem Abschluss.

In den letzten Jahren wurde das historische Haus im Auftrag der Burghauptmannschaft Österreich und begleitet durch Architekt Mag. Ing. Eduard Neversal einer gründlichen bautechnischen Instandsetzung unterzogen. Grundlage dafür bildeten mehrjährige Auswertungen der vorhandenen historischen Quellen sowie eingehende restauratorische Befundungen vor Ort. Dabei konnte nicht nur der Vorgängerbau, ein Mitte des 19. Jahrhunderts errichtetes Gartenhaus, eindeutig nachgewiesen werden. Es gelang auch, dieses Gartenhaus, das von Gustav Klimt von Ende 1911 bis 1915 als Atelier und Wohnung, ab 1915 bis zu seinem Tod 1918 als Atelier genutzt wurde, räumlich einzugrenzen.

Überraschenderweise hat sich das Atelier seit 1918 substanziell nicht wesentlich verändert. So konnten beispielsweise die historischen Farbfassungen der Räume im Erdgeschoss identifiziert und zeitlich zugeordnet werden. Die Herausforderung der Denkmalpflege bestand darin, sowohl der geschichtlichen Bedeutung des Ateliers Klimts gerecht zu werden, als auch seiner ab 1922 erfolgten neobarocken Überbauung. Diese zwei Hauptphasen wurden in den letzten Monaten durch die ausführenden Firmen in hervorragender Weise restauriert und instandgesetzt. Das Ergebnis zeigt außen nunmehr ein qualitativ hochwertiges Beispiel des sog. „Rosenkavalierstils“ der 1920er Jahre, sein Inneres wurde, einer Inklusion im Bernstein gleich, wieder sichtbar gemacht: das letzte Atelier Gustav Klimts.

Eröffnet wird die "Klimt-Villa" am Tag des Denkmals am 30. September 2012.

Druckersymbol Druckversion