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Ein Fest für die DenkmalpflegeDie bundesweite Eröffnungsveranstaltung zum Tag des Denkmals 2011 - eine Nachlese

Auf der Schiffsrundfahrt zu sehen: Salzkammergutvillen, wie die Villa Paulick.

Eine Ausstellung zu den neuen Welterbestätten: die prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen.

Das Ensemble LamBacchus Amandus im voll besetzen Rittersaal von Schloss Kammer am Attersee.

In der Pfahlbauausstellung im Container konnten prähistorische Werkzeuge und ihre heutige Entsprechung studiert werden.

Bundesweite Eröffnung des Denkmaltags in Schloss Kammer: Mag. Klaus Kohout, BDA, Präsidentin Dr. Barbara Neubauer, BDA, Sektionschef Dr. Michael P. Franz, BMUKK, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

Sissy Max-Theurer, Eigentümerin Schloss Kammer, Präs. Dr. Georg Spiegelfeld, Verein Denkmalpflege OÖ, Präs. Dr. Barbara Neubauer, BDA, Hans Max-Theurer, Eigentümer Schloss Kammer, HR Dr. Ulrike Knall-Brskovsky, Landeskonservatorin f.OÖ., Univ. Prof. Dr. Wilfried Lipp, Vizepräsident ICOMOS International.

Ausstellungstafeln informierten über die prähistorischen Pfahlbauten.

Studium des Programmhefts: Allein in der Attersee-Region gab es 5 interessante Denkmal-Stationen.

Mag. Heinz Gruber, Archäologe, Mag. Susanne Leitner, LKOÖ, Sektionschef Dr. Michael P. Franz, BMUKK, Dr. Bruno Maldoner, Welterbebeautragter, BMUKK, Dr. Christian Mayer, BDA. 

Rundfahrt mit der "Gustav Klimt" am Attersee: Cyril Dvorsky, Archäologe, Geschäftsführer Leo Gander, REGATTA, MinR. Dr. Bruno Maldoner, Welterbebeauftragter im BMUKK.

Mag. Klaus Kohout begrüßt den kaufmänn. Direktor des Leopold Museums, Ing. Mag. Peter Weinhäupl.

Der Tag des Denkmals hat als österreichweite öffentlichkeits- und medienwirksame Veranstaltung mittlerweile einen sehr hohen Stellenwert. Dem wurde mit der Ausrichtung einer festlichen Eröffnungsveranstaltung in Schloss Kammer am Attersee entsprochen.

Dank der freundlichen Bereitschaft von Familie Max-Theurer, die das in ihrem Eigentum befindliche Schloss Kammer in Schörfling am Attersee unentgeltlich zur Verfügung stellte, und der musikalischen Begleitung durch das Ensemble LamBacchus Amandus konnte hierfür auch ein würdiger und stimmungsvoller Rahmen gefunden werden.

Großes Interesse von BesucherInnen

Der Besucheransturm zur Eröffnungsveranstaltung war groß, der stattliche Rittersaal von Schloss Kammer erwies sich beinahe als zu klein. Etwa 300 Besucher und Besucherinnen füllten den Saal bis auf den letzten Platz. Landeskonservatorin HR Dr. Ulrike Knall-Brskovsky und ihr Stellvertreter Mag. Klaus Kohout, der Koordinator des Denkmaltages, begrüßten Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Sektionschef Dr. Michael P. Franz, die Präsidentin des Bundesdenkmalamtes Dr. Barbara Neubauer, den Vizepräsidenten von ICOMOS-International, Univ. Prof. Dr. Wilfried Lipp, Präsident Dr. Georg Spiegelfeld und als Vertreter der Eigentümer an den Welterbestätten DI Andreas Gruber, Bundesforste sowie zahlreiche Ehrengäste.

Wertschätzung und Vermittlung als Ziel des Denkmaltags

Landeshauptmann Dr. Pühringer betonte in seiner Rede, dass zur soziokulturellen Identität ganz wesentlich die Denkmäler gehören, mit denen unsere Heimat so reich ausgestattet ist. „Der Tag des Denkmals, der in Oberösterreich eine gute Tradition hat, ist ein Anlass, Denkmalschutz und Denkmalpflege zu würdigen und durch zahlreiche Veranstaltungen und das Zugänglichmachen von Objekten dem Publikum zu zeigen“, so Pühringer.

Sektionschef Dr. Franz hob in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung der Vermittlungsarbeit hervor: „Der Tag verfolgt vor allem das Ziel, das Verstehen und das Wertschätzen der Denkmale zu fördern, aber auch eine Brücke zu schlagen zwischen dem Bewahren auf der einen Seite und dem Erleben und Nützen der Objekte auf der anderen Seite. So kann der Sinn von Denkmalschutz anschaulich und begreifbar werden.“
SC Dr. Franz unterstrich damit, dass mit dem Tag des Denkmals den Besucherinnen und Besuchern in ganz Österreich in beeindruckender Breite Leistungen und Erfolge des Denkmalschutzes vor Augen geführt werden.

Frau Präsidentin Dr. Neubauer dankte für das große Interesse an der Eröffnungsveranstaltung und die steigende Zustimmung von EigentümerInnen und BesucherInnen zum Tag des Denkmals in ganz Österreich. Dies sei deshalb so wichtig, so Neubauer, da die Denkmalpflege ein gesellschaftliches und politisches commitment brauche, vor allem für jenes Erbe, das vielleicht belastet oder etwas schwieriger ist. Vernichten oder Ignorieren dieses Erbes mit zeitgeistigen oder wirtschaftlichen Begründungen sei kein qualifizierter Umgang mit der Vergangenheit, da Denkmalschutz und Denkmalpflege nicht rein wirtschaftlichen Interessen überlassen werden können.
Präsidentin Dr. Neubauer dankte allen Mitwirkenden und besonders dem Land OÖ für die Unterstützung des Denkmaltags.

Die Bereitschaft von Eigentümerinnen und Eigentümern, ihre Denkmäler zu öffnen, und auf diese Weise einen unschätzbaren Beitrag zur Erhaltung des baukulturellen Erbes zu leisten, wurde in allen Ansprachen gewürdigt.

Rundfahrt zu den Pfahlbauten und Villen am Attersee

Die bundesweite Eröffnung in Schloss Kammer war – verbunden mit der Möglichkeit, das Schloss zu besichtigen und an einer Schifffahrt teilzunehmen – eine der 66 frei zugänglichen Veranstaltungen zum Tag des Denkmals in Oberösterreich. Mag. Susanne Leitner, Mag. Judith Schober, Mag. Heinz Gruber und Mag. Cyril Dworsky erläuterten bei der Schifffahrt mit dem „Denkmalschiff“, den 280 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die kulturhistorischen Besonderheiten von Pfahlbauten und Salzkammergutvillen.

In der Atterseeregion stand mit den Pfahlbauten auch Österreichs neuestes UNESCO-Welterbe im Mittelpunkt: seit Juni 2011 sind die Überreste von urgeschichtlichen Siedlungen an Ufern von Seen rund um die Alpen wegen ihrer weltweit herausragenden Bedeutung zum Welterbe erklärt worden. Mehr zu den Pfahlbauten ->. Der informative Ausstellungscontainer an der Seewalchener Uferpromenade war weit über die geplante Öffnungszeit hinaus in Betrieb, um dem Ansturm von 1500 wissbegierigen Besucherinnen und Besuchern gerecht zu werden.

Nächstes Jahr wird der Tag des Denkmals am 30. September stattfinden und zum Thema „Geschichte(n) im Denkmal“ wieder ein echter Festtag der Denkmale.

 

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