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Der Schatz von Wiener Neustadt - Startschuss zur wissenschaftlichen BearbeitungHochkarätig besetztes Fachgespräch in der Hofburg

Präsidentin Barbara Neubauer begrüßt die TeilnehmerInnen des Fachgesprächs im Ahnensaal der Hofburg

Abteilungsleiter Bernhard Hebert stellt das Programm vor.

Einführungsvortrag des Projektleiters Nikolaus Hofer zum Wiener Neustädter Schatzfund

Ein wichtiges Thema: Die weitere konservatorische Behandlung der teilweise stark korrodierten Objekte (im Bild: Spange mit Handreiche).

Ebenfalls ausführlich diskutiert: Möglichkeiten und Sinnhaftigkeit von Materialanalysen (im Bild: Fingerring mit gefasstem Stein).

Bezüglich der Untersuchungen sehr aufwändig, aber umso spannenderer und aufschlussreicher ist die Analyse der eingesetzten Herstellungstechniken (im Bild: Zierscheibe mit Emaildekor)

Die kunsthistorische Analyse der teilweise sehr aufwändig gearbeiteten Stücke wird genauere Hinweise zu ihrer Datierung und Herkunft bringen (im Bild: Detailaufnahme eines verzierten Gefäßfragments).

Aufschlüsse zu etwaigen Besitzern oder Auftraggebern sind von den zahlreichen Inschriften und Monogrammen zu erhoffen (im Bild: Detail eines Bechers mit umlaufendem Schriftband).

Am 1. Juni war die Wiener Hofburg Schauplatz eines internationalen Fachgespräches zum mittelalterlichen Schatzfund von Wiener Neustadt.

Die Nachricht von der Auffindung des spektakulären Schatzfundes von Wiener Neustadt ist im wahrsten Sinn des Wortes um die Welt gegangen - unzählige Medien auf nahezu allen Kontinenten haben die Geschichte mittlerweile aufgegriffen. Bei aller Begeisterung über diese positive Resonanz darf aber natürlich die wissenschaftliche Bearbeitung nicht zu kurz kommen: Immerhin ist es ja eine wesentliche Aufgabe des Bundesdenkmalamtes (und erklärter Wunsch des Finders), den Schatz in allen seinen wissenschaftlichen Facetten zu beleuchten, um seine Bedeutung als kulturelles Denkmal entsprechend einschätzen zu können.

Um dieser Herausforderung gerecht werden zu können, lud die Abteilung für Bodendenkmale am 1. Juni zu einem Fachgespräch, das gleichsam als Initialzündung für das geplante Aufarbeitungsprojekt gedacht war. Und diese Vorgabe hat die Veranstaltung auch durchaus erfüllt. Etwa 25 Expertinnen und Experten aus unterschiedlichsten Forschungsdisziplinen diskutierten die weitere Vorgangsweise bei der wissenschaftlichen Bearbeitung des Sensationsfundes. 

Als wesentlichstes Ergebnis der kleinen Tagung ist wohl die allgemein geäußerte Bereitschaft zur Kooperation zu sehen, die in ein interdisziplinäres, von verschiedenen Institutionen unterstütztes Projekt unter Leitung des Bundesdenkmalamtes münden soll. Der Schatz von Wiener Neustadt wird somit die optimale wissenschaftliche Bearbeitung erfahren, um letztendlich auch der interessierten Öffentlichkeit ein Maximum an Information zu diesem außergewöhnlichen Denkmal bieten zu können.

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