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Drittes Salzburger Fachgespräch zur WandmalereirestaurierungExpertentreffen in Mariapfarr vom 16.-18. September 2010

Ort engagierter Diskussionen: Der Chorraum der Pfarrkirche Mariapfarr

Eines der Exkursionsziele: Die Fresken in der Pfarrkirche von Weißpriach

Aus Anlass der geplanten Innenrestaurierung der Pfarrkirche von Mariapfarr organisierte das Bundesdenkmalamt vom 16.-18. September 2010 ein Fachgespräch für Wandmalerei-Experten in Mariapfarr im Lungau.

Kernthema der dreitägigen Veranstaltung, die vom Landeskonservatorat für Salzburg und der Abteilung für Konservierung und Restaurierung des Bundesdenkmalamtes in Kooperation mit dem Institut für Konservierung-Restaurierung der Akademie der bildenden Künste durchgeführt wurde, war der heutige Umgang mit den Restaurierungen früherer Jahrzehnte. Wie ist deren zeitgebundenen ästhetischen Prägung zu bewerten? Welche Schritte erlaubt oder rechtfertigt die
Vorgängerrestaurierung und wie erfolgt die Entscheidungsfindung über diese Schritte? Welches Maß an Voruntersuchung und Dokumentation ist für die Entscheidungsfindung erforderlich?

Rund 50 in- und ausländische Fachleute aus den Bereichen Denkmalpflege und Restaurierung setzten sich mit den seinerzeitigen und den aktuellen technologischen Möglichkeiten von Freilegungen ebenso auseinander wie mit dem Spannungsfeld zwischen Denkmalpflege, Restaurator und Öffentlichkeit - gerade in ästhetischer Hinsicht. Der Einfluss von Entwicklungen in der Denkmaltheorie seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts kam dabei ebenso zur Sprache wie die neuen Möglichkeiten der Befundung und Dokumentation, die durch die Digitalisierung eröffnet wurden - aber auch sehr viel Augenmaß bei ihrem Einsatz fordern.

Fallbeispiele von Restaurierungen aus Österreich und dem benachbarten Ausland veranschaulichten die Entwicklungen von Restauriertechnik und –theorie auf diesem Spezialgebiet der Denkmalpflege , eine Exkursion zu bedeutenden Fresken im Lungau bot Vergleichsmöglichkeiten zum Freskenbestand in Mariapfarr.

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