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Auf den Spuren der NibelungenBauforschung im Alten Schloss von Kittsee

Kittsee, Altes Schloss, im Hintergrund Pressburg

Kittsee, Altes Schloss, Kupferstich von Matthias Greischer, um 1680

Kittsee, Altes Schloss

Kittsee, Altes Schloss

Kittsee, Altes Schloß, Baualterplan

Kittsee, Altes Schloss, Fassadenplan

Kittsee, Altes Schloss, Baualterplan

Die Ergebnisse einer umfangreichen Bauforschungstätigkeit zu der Burg, in der Kriemhild Etzel begegnet sein soll, werden am 12.5. um 16.00 vor Ort präsentiert. Der Eintritt ist frei!

Schon im 12. Jahrhundert entstand die Festung Kittsee als Wasserburg am Ufer einer Donauschlinge südwestlich von Pressburg, entlang des Handelsweges nach Wien und als Gegengewicht zu den Städten Pressburg und Hainburg positioniert.

Die strategisch bedeutende Lage brachte auch eine Reihe wichtiger geschichtlicher Ereignisse mit sich, oft verbunden mit kriegerischen Auseinandersetzungen. 1189 versammelte sich hier vor den Toren Ungarns das Kreuzfahrerheer Kaiser Friedrich Barbarossas. Bei der alten Burg Kittsee „auf dem weiten Feld“ fand 1264 die Trauung des ungarischen Königssohnes Béla mit Kunigunde von Brandenburg, der Nichte des böhmischen Königs Ottokar Přemysl, statt. Im Kampf um das Babenberger-Erbe zerstörte Ottokar schließlich die ursprüngliche Anlage 1270/71.

Insbesondere aber hat Kittsee auch im Bereich der Literatur das Interesse der Nibelungenliedforschung geweckt, da an diesem Ort nach Meinung einiger Wissenschafter König Etzel auf Kriemhild getroffen sein soll.

In mehreren Phasen wieder auf- und umgebaut - maßgeblich ab dem 17. Jahrhundert unter der Herrschaft der Esterhàzy, hat sich die ehemalige hochmittelalterliche Wasserburg inmitten des heutigen Ortsgebiets in reduziertem und verändertem Zustand erhalten. An der kubisch geschlossenen Erscheinung und dem charakteristischen Mauerwerk ist das Gepräge des 12./ 13. Jahrhunderts noch ablesbar geblieben.

In den letzten Jahrzehnten vernachlässigt und in Teilbereichen bereits zur Ruine verkommen, finden nach einem Eigentümerwechsel seit 2008 laufend Erhaltungsmaßnahmen statt, die intensiv vom Bundesdenkmalamt begleitet werden.
Dem alten und vielfach überformten Baubestand Rechnung tragend, regte das Landeskonservatorat für Burgenland eine bisher fehlende bauhistorische Untersuchung an, wofür nun die ersten Ergebnisse vorliegen.

Aufgrund der umfangreichen Befundlage, wodurch sich nun ein klares Bild des Ausmaßes der romanischen Wasserburg ergibt, wird zu einer Präsentation vor Ort eingeladen.

Veranstaltung:


Bauforschung zum Alten Schloss Kittsee

Präsentation der Bauanalyse durch:
D.I. Markus Zechner
Restaurator Gerhard Zottmann

12. Mai 2009, 16.00 Uhr

Ort: Altes Schloss Kittsee
Am Schanzl 3
2421 Kittsee



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