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Rettungseinsatz für gotische ZackenNotsicherungsarbeiten in der Bischofskapelle in Gurk

Thron Salomonis, Fresko auf der Westempore, Ostwand, Ostjoch, © Domarchiv Gurk

Sündenfall, Fresko auf der Westempore, Gewölbe-Ost © Domarchiv Gurk

Westempore, Notsicherungsmaßnahmen im Bereich des Westjoches

Ostwand-Ostjoch, Hinterfüllung einer Hohlstelle

Unterseite Gurtbogen, akut gefährdete Putzscholle und Putzblase

Unterseite Gurtbogen, Putzscholle nach der Festigung

Unterseite Gurtbogen, pulvrige Malschicht auf einer Applikation

Feuchtigkeit und Salze bedrohen künstlerisch besonders bedeutende gotische Wandmalereien im Zackenstil. Erste Sicherungsarbeiten konnten nun in Angriff genommen werden.

Die Empore über der Vorhalle des Gurker Domes wurde im frühen 13. Jh. errichtet und nach einem Brand wahrscheinlich um 1260 malerisch neu ausgestattet. Das aufwändige ikonographische Programm steht mit der ursprünglichen Nutzung des Raumes als Kapelle des Bischofs und Domkapitels im Zusammenhang.

Der Bestand der Malereien, die als „Hauptwerk des Zackenstils im gesamten deutschen Sprachraum“ (Demus) gelten, war aufgrund von Feuchtigkeitseintrag und Salzbelastung akut gefährdet. Seit 2005 wurden daher im Rahmen eines Pilotprojektes am Institut für Konservierung und Restaurierung der Akademie der bildenden Künste Wien Klimamessungen, Salz- und Feuchteanalysen durchgeführt.

Im diesjährigen Sommer wurde von einem Restauratorenteam (Mag. Markus Santner, Dr. Renáta Burszán, Dipl. Restaurator Jörg Riedel) eine Notsicherung unternommen: in mühevoller Detailarbeit mussten Hohlstellen hinterfüllt, Risse gekittet sowie Putz- und Malschichtschollen, plastische Applikationen und Metallauflagen ohne ausreichende Haftung gefestigt werden. Mit den heuer gesetzten Maßnahmen konnte ein Malereiverlust vorerst abgewendet werden.

Da die Restauratoren während ihrer Arbeit mit weiteren, derzeit noch nicht behobenen Problemen, wie zum Beispiel lose aufliegenden, „pulvrigen“ Malschichten im Gewölbebereich und an mehreren Wänden, konfrontiert wurden, werden weitere Maßnahmen zur Konservierung der Fresken folgen müssen.

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