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„Wer brav war, durfte die Schulglocke läuten …“

"Hier hing die Schulglocke, wer brav war, durfte sie läuten!"

Zukünftige BewohnerInnen und LAbg. Mayr, Dir. Pernsteiner, ISG, LAbg. Pilsner, Bürgermeister Dopler und Prok. Rieder, AREV, bei der Eröffnung.

Mitten im Ort und nicht außerhalb: Lebensqualität für BewohnerInnen.

Die Holztramdecken blieben erhalten.

Ein Anbau nimmt den Eingangsbereich auf.

Die Alte Volksschule am Marktplatz von Waizenkirchen beherbergt nun betreubare Wohnungen.

Daran erinnerte sich eine zukünftige Bewohnerin der Alten Volksschule von Waizenkirchen, OÖ. Wo sie in die Volksschule ging, wird sie nun wohnen.

Nach jahrelangem Leerstand sollte das repräsentative Gebäude abgerissen werden. Nicht zuletzt wegen seiner architektonischen Qualitäten wie der großzügigen und zentralen Erschließung gelang es, eine neue adäquate Nutzung für dieses Gebäude zu finden: es wurde für Zwecke des betreubaren Wohnens umgebaut und am 28. November 2008 seiner Bestimmung übergeben.

Die ehemalige Volkschule kann in mehrfacher Hinsicht als Repräsentant der Kategorie der Schulbauten in Oberösterreich gelten: 1847/1848 in der für Schulen typischen zentralen und dominanten Lage im Ort errichtet, hat sich erst durch diesen Bau der Status des Schulwesens in der Gemeinde etabliert. Die überregionale Bedeutung dieser Volksschule ist aus ihrem viergeschoßigen massiven Hauptbaukörper und einem an das Stiegenhaus angekoppelten Anbau ersichtlich. Von außen zeigt sich das Gebäude mit einer schlichten Fassade primär als Zweckbau, im Inneren überzeugen die Ausgestaltung des Stiegenhauses, die gewölbten Gänge und der mächtige Kehlbalkendachstuhl.

Handwerklich perfekt ausgeführte Holzkastenfenster, Dielenböden in den Wohnungen, die Wiederverlegung von handbekanteten Kehlheimer Platten im Gang und eines Schiffbodens im Aufenthaltsraum sowie die Erhaltung des historischen Dachstuhls tragen zum gelungenen Erscheinungsbild bei. Die Außenerscheinung des den Marktplatz von Waizenkirchen dominierenden Baus betont eine transparente Färbelung mit zweikomponentiger Silikatfarbe sowie das mit regionaltypischen Ziegeln gedeckte Dach mit vermörteltem First.

Mit der neuen Nutzung der Schule wird mehr erhalten als ein schützenswertes Gebäude: die lebendige Erinnerung der zukünftigen Bewohnerinnen. „Und die Schulglocke soll hier wieder hängen,“ forderten sie übereinstimmend bei der Eröffnung.



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