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HIB wieder hipp

Als Gestaltungselemente der Fassaden dienen lisenenartige Bänder sowie Rosetten und Sternmotive aus Terrakotta, den Abschluss der Giebel bilden konsolengetragene Blendbogenarkaden mit Stuckzierrat.

Die Portalrahmung des Haupteingangs mit Doppelsäulen auf Postamentsockeln aus Stein trägt einen der Loggia im Obergeschoß vorgelagerten Balkon.

Die Fenster sind mit Parapet- und Sturzfeldern dekoriert.

Die segmentbogenförmigen Eingangsportale liegen in den mit Ecktürmchen bekrönten Risaliten, in deren Giebelfeldern befinden sich Uhren mit römischen Ziffernblättern.

Nebengebäude des Halbinternates vor Restaurierung. Die Silikonharzfarbe aus einer vergangenen Färbelung hatte innerhalb kürzester Zeit große Schäden an den Fassaden verursacht. Die Zermürbung durch sperrende Anstriche wegen falscher Bindemittel war als typisches Schadensbild festzustellen.

Schäden am Hauptgebäude, Zustand vor Restaurierung.

Vom einstigen Vorgängerbau, dem Liebenauer Schloss ist straßenseitig eine spätbarocke Toranlage mit bekrönenden Steinvasen und Engelsputten erhalten.

Umfassende Fassadenrestaurierung beim HIB-Liebenau (Höhere Internatsschule des Bundes) in Graz.

 Die Putzinstandsetzung und Färbelung der Fassaden sind seit November 2007 abgeschlossen. Bei dieser jüngsten Renovierung wurde nicht nur großer Wert auf die Farbgebung sondern auch auf die Qualität des Anstrichsystems gelegt. Das Gelb wich einem Terracottaton. Dank der Wiederaufnahme des ursprünglichen Farbprogramms (nach fachlicher Befundung) erfuhren nun das Hauptgebäude und das nördliche Nebengebäude eine große Aufwertung. Die Toranlage (ein Relikt des Vorgängerbaus, des Liebenauer Schlosses) in Art Joseph Huebers, um 1760/65 mit bekrönenden Rocaille-Steinvasen und Rocaillekartuschen haltende Engelsputten nach Art des Veit Königers wurde gereinigt und grundiert und wird in einem nächsten Restaurierungsschritt die ursprüngliche Fassung in einem Steingrau zurückerhalten.
Die zwischen 1852 und 1854 unter der Bauleitung des Grazer Stadtbaumeisters Carl Ohmeyer (1818-1886) in Graz-Liebenau auf dem ehemaligen Gelände des Liebenauer Schlosses errichtete Kadettenschule dokumentiert eine profane Monumentalarchitektur im Stil des Romantischen Historismus, der durch die Verwendung von aus der Burgromantik abzuleitender romanischer und gotischer Bauzier einschließlich giebelbekrönter Risalite mit Ecktürmchen gekennzeichnet ist. Diese früheste Stilausprägung des Historismus kam im Kasernenbau erstmals im Arsenal in Wien, erbaut ab 1849, zur Anwendung, später in variierter Form bei der Roßauer Kaserne (1864/1870). Die Kadettenschule in Liebenau zählt zu den letzten noch erhaltenen Kasernenanlagen aus dem Historismus in Graz. Die ehemalige Kadettenschule wird seit 1947 als Höhere Internatsschule des Bundes (HIB) genützt. Im Nebengebäude (ehem. Offizierspavillon) ist heute ein Halbinternat eingerichtet.
Das dreigeschossige Schulgebäude (Kadettengasse 23) wurde symmetrisch über einem längsrechteckigen Grundriss mit vortretendem Mittelrisalit und Eckrisaliten mit Giebel-abschlüssen im Stil des Romantischen Historismus erbaut. Die Gebäudeecken sind durch polygonale Eckstreben mit Türmchenabschlüssen betont. Der Mittelrisalit wird durch einen giebelförmigen Dachaufbau mit Wappenschild und Krone sowie der Inschrift „Franz Joseph I. 1854“ akzentuiert.
Das in unmittelbarer Nähe annähernd im rechten Winkel zum Schulgebäude erbaute zweigeschossige Nebengebäude (Kadettengasse 19) mit Satteldach zeigt zwei Risalite an der Hauptfassade und analog zum Hauptgebäude Zierelemente des Romantischen Historismus.

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