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„Florianibrunnen“ am Alten Markt in Salzburg restauriert

Früher Marktbrunnen, heute Wahrzeichen des Alten Marktes in der Salzburger Altstadt

Die Statue des Hl. Florian wurde 1734 von Josef Anton Pfaffinger geschaffen

Früchtegirlanden und Stadtwappen schmücken die Säule

Löwenhäupter am Postament der Florianisäule speien über lange Rohre das Wasser des Brunnens aus

Das kunstvolle Spiralgitter

Die Wintereinhausung: Kunststoff und Metall haben die traditionellen Holzverschläge ersetzt

Schadhaft, undicht und verschmutzt: so stellte sich seit Jahren der Florianibrunnen am Alten Markt in der Stadt Salzburg dar. In enger Zusammenarbeit zwischen dem Magistrat Salzburg und dem Bundesdenkmalamt wurde der Brunnen nunmehr saniert und gereinigt.

Schon 1488 wird der dem Hl. Florian geweihte Stadtbrunnen erwähnt, der damals einen Ziehbrunnen auf dem Salzburger Marktplatz ersetzte. Zwei Jahrhunderte später wurde das achteckige Brunnenbecken aus Untersberger Marmor neu errichtet, wie die Jahreszahl 1687 auf der Florianisäule in der Brunnenmitte verkündet. Die Statue des Schutzheiligen und die mit schweren Früchtegirlanden und dem Stadtwappen geschmückte Säule selbst wurden 1734 von Josef Anton Pfaffinger neu geschaffen.

Im Jahre 1583 erhielt Wolf Guppenberger von der Stadt Salzburg den Auftrag für ein Gitter am Brunnen, und er schuf ein kunstvolles bemaltes Spiralgitter, dessen Ranken zum Teil in Grotesken aus Blech, Steinböcken, Vögeln, Reitern und Köpfen enden.

Eisenklammern verursachten Bersten des Steins
Der in die Jahre gekommene Brunnen wies zuletzt undichte Fugen, Absandungen und Risse auf, problematische Verbindungen aus Eisenklammern zwischen den Eckpfeilern und den Seitenwänden setzten den Marmor großen Spannungen aus und bildeten gefährliche Schadensquellen.

In enger Abstimmung mit den Restaurierwerkstätten des Bundesdenkmalamtes wurde im Sommer 2007 die Restaurierung und Reinigung des Brunnens durch die Steinrestauratorenfirma Reichl in Angriff genommen, wobei man sich zur nachhaltigen Abdichtung durch eine Verblechung des Brunnenbeckens mit Blei entschied. In mühsamer Kleinarbeit wurden die Fugen saniert, Vierungen gesetzt und die Steinoberflächen gereinigt. Geschmiedete und in Blei versetzte Nirostaklammern ersetzen jetzt die rostigen Eisenklammern und -verankerungen.

Das Gitter wurde entrostet und neu gestrichen; eine metallrestauratorische Behandlung wäre aus Sicht der Denkmalpflege wünschenswert gewesen.

Moderne Wintereinhausung
Nur für kurze Zeit war der frisch sanierte Brunnen heuer allerdings noch frei zugänglich: Wie zahlreiche städtische Brunnen und Denkmäler in Salzburg erhielt auch der Florianibrunnen inzwischen wieder seine – durchsichtige - Wintereinkleidung aus Kunststoff und Metall.

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