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Juni

Pfarrkirche Maria Geburt in Schöder
Steiermark, Gemeinde Schöder, polit. Bezirk Murau

Das Äußere der Pfarrkirche.

 

Wandmalerei-Figur der Muttergottes. 

Blick ins Innere. 

Wertvolle Teile der spätgotischen Ausstattung in Form von Wandmalereien sind erhalten. Die um 1500 vom "Meister von Schöder" geschaffenenen Malereien zeigen Passionsszenen, Heilige, ein Christophorusfragment und das Jüngste Gericht.

Die im Norden des Dorfes auf einer kleinen Anhöhe gelegene Kirche wird urkundlich erstmals 1234 als Kapelle und 1370 als Kirche genannt. Teile des Langhauses dürften im Kern noch vom ersten Kirchenbau stammen. Der das heutige Erscheinungsbild prägende Um- und Ausbau erfolgte in der Spätgotik im 15. und frühen 16. Jahrhundert. Die Einwölbung des Langhauses mit Haupt- und Seitenschiff ist um 1500 anzusetzen und mit der Jahreszahl 1504 am westlichen Schlussstein des Hauptschiffes in Zusammenhang zu bringen. Der hohe Turm in der Südwestecke der Kirche wurde im Laufe des 15. Jahrhunderts errichtet.
Das Langhaus mit kielbogigem West- und Südportal und einer über das Dach hinausragenden Giebelmauer im Westen stellt eine zweischiffige Anlage dar, wobei das südlich anschließende Seitenschiff schmäler und niedriger als das Hauptschiff gestaltet ist. Das Hauptschiff ist netzrippengewölbt, das Seitenschiff und der leicht aus der Achse nach Süden verschobene Chor weisen Sternrippengewölbe auf. Nördlich schließt an den Chor eine gotische Sakristei an. Die Einrichtung der Kirche stammt größtenteils aus dem 18. Jahrhundert. Einzelne gotische Figuren, wie etwa die Gnadenstatue einer sitzenden Maria mit Kind auf der Mondsichel am Hochaltar aus der Zeit um 1470, und wertvolle Teile der spätgotischen Ausstattung in Form von Wandmalereien sind erhalten. Der Freskenzyklus im Chor wurde 1945/46 freigelegt und teilweise ergänzt. Die gotische Sakramentsnische ist von sechs adorierenden Engeln mit Kerzen umgeben. Von den Wandmalereien am Außenbau waren bisher an der Südseite des Turmes lediglich Teile eines Maßwerkfrieses sowie einer 1787 übertünchten Christophorusdarstellung sichtbar. Bei den Restaurierungsarbeiten 2000 konnten am Turm weitere Malereien gefunden werden. Neben Maßwerk und Ornamenten aus zwei verschiedenen Perioden ist die Darstellung einer Schutzmantelmadonna hervorzuheben. Die im Sinne der mittelalterlichen Bedeutungsperspektive sehr groß dargestellte Figur der Gottesmutter breitet ihren Mantel über die kleinen Figuren der Schutzflehenden aus. Im Hintergrund sind Engel sichtbar. Die gedrungene Darstellungsweise der Figuren ist mit den Fresken im Chor verwandt. Eine weitere Freilegung der an der Außenseite des Turmes der Witterung ungeschützt ausgesetzten Malereien muss aus konservatorischen Gründen erst diskutiert werden.

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