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Juli

Pfarrkirche Maria Empfängnis
Tirol, Weerberg

Weerberg, Neue Pfarrkirche Maria Empfängnis

Innenraum gegen Süden vor der Restaurierung. Die Dekorations- und Tapetenmalerei war gänzlich weiß übertüncht

Weerberg, Neue Pfk Maria Empfängnis

Innenraum gegen Süden nach der Restaurierung. Das geschlossene Gesamtbild des reich ausgestatteten Innenraumes wurde wieder freigelegt bzw. Fehlstellen ergänzt

Weerberg, Neue Pfk Maria Empfängnis

Gewölbe des Hauptschiffes, noch im Originalzustand der 1870er Jahre. Durch den sehr guten Erhaltungszustand konnte es auch von den jüngsten Restaurierungen ausgeklammert werden. Die Medaillons zeigen Darstellungen mit den Anrufungen der lauretanischen Litanei

Weerberg, Neue Pfk Maria Empfängnis

Freipfeiler vor der Restaurierung. Die übermalte Dekorationsmalerei wurde zur Gänze wieder freigelegt. Die restaurierten Aposteldarstellungen stammen von Franz Pernlochner, 1877

Weerberg, Neue Pfk Maria Empfängnis

Freipfeiler nach der Restaurierung. Die übermalte Dekorationsmalerei wurde zur Gänze wieder freigelegt. Die restaurierten Aposteldarstellungen stammen von Franz Pernlochner, 1877

Die mit ihrer weithin sichtbaren Doppelturmfassade das Hochplateau von Weerberg beherrschende Pfarrkirche Maria Empfängnis wurde 1872 nach Plänen von Josef Vonstadl im neuromanischen Basilika-Stil erbaut und ist mit ihrer dominierenden Außenerscheinung und ihrem reich ausgestatteten Innenraum ein bedeutendes sakrales Baudenkmal des Historismus in Tirol.

Philipp Schumacher und Franz Ertl gestalteten zwischen 1872 und 1880 den Innenraum mit nazarenischen Darstellungen und Dekorationsmalerei.
In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts hat man die Kirche in der für die damalige Zeit typischen Weise restauriert bzw. purifiziert. Dabei wurden zahlreiche Wandbilder übermalt, Tapetenmalereien zerstört und etliche Einrichtungsgegenstände entfernt. Unangetastet blieben lediglich die Gewölbebilder und die Altäre. Als nun wieder eine Innenrestaurierung anstand, war es das erklärte Ziel der Denkmalpflege, dem architektonisch überzeugenden Innenraum wieder sein ursprüngliches Erscheinungsbild zurückzugeben, d.h. alle vor 36 Jahren übermalten Dekorationsmalereien wieder freizulegen bzw. dort, wo kein Befund mehr war, zu erneuern.
Nach nur sechs Monaten konnten die Freilegungs- und Restaurierungsarbeiten abgeschlossen werden. Die Weerberger Kirche ist wieder ein im Sinne des Wortes „ansehnliches“ Gotteshaus geworden. Das geschlossene, von warmen Farbtönen geprägte Gesamtbild der Kirche, deren Raumhaut zur Gänze mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament, mit marmorierten Bordüren und Gesimsen und mit dekorativen Tapetenmalereien bemalt ist („horror vacui“), ist ebenso beeindruckend wie die geplante Neugestaltung des Presbyteriums im Sinne der neuen Liturgie.


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