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Denkmale unter der LupeVor der Restaurierung

Ruinenvilla im Dehnepark: Die ehemals zum Fürstlich Paarschen Landbesitz gehörige Orangerie (Gartenhaus) wurde 1839 als romantisch-gotisierende Ruine aus Bruchstein- mauerwerk errichtet. Aus der bedeutenden künstlichen Ruine ist im Laufe der letzten Jahrzehnte eine veritable natürliche Ruine geworden, die mittlerweile in ihrem substanziellen Bestand gefährdet ist.

Ergebnis einer vom Bundesdenkmalamt in Auftrag gegebenen restauratorischen Untersuchung aus dem Jahr 1999


Die Paulinenwarte, Aussichtsturm und ehedem auch Wasserreservoire, zeigt fortgeschrittene Verfallserscheinungen, speziell im Bereich der aus Holz gezimmerten Aussichtsplattform.

Ansicht Aussichtsturm Paulinenwarte

Grundriss Aussichtsplattform mit Holzaufbau

Paulinenwarte Schnitt

Paulinenwarte Bestandsplan

Wasserturm im Anton-Baumann Park.

Der Wasserturm Favoriten, ein Baujuwel der Technik, wurde bereits vorbildlich in den Jahren 1988 - 1990 restauriert. Die Prunkfassade eines der schönsten Wassertürme der Welt verbirgt einen Behälter aus Stahlblech, um den eine über 200 Meter lange Spiralrampe zu einer Plattform mit eindrucksvollem Blick über Wien führt. Der Wasserturm, eines der markantesten Bauwerke im Stil des industriellen Historismus, wurde in den Jahren 1898/99 errichtet.
Ein unsichtbarer, aber höchst notwendiger Schritt bei der Renovierung von Denkmalen ist die oft aufwändige Untersuchung und Befundung der historischen Bausubstanz - eine der Kernkompetenzen des Bundesdenkmalamtes.
Ohne Bestandspläne und Voruntersuchung, das gilt für jedes Denkmal, ist keine seriöse Instandsetzung und Planung möglich. Erst eine Zustandsanalyse ermöglicht die Feststellung der Schäden und der daher notwendigen Maßnahmen. Darauf aufbauend kann dann eine seriöse Planung und Kostenermittlung der Restaurierung stattfinden. Deshalb investiert das BDA vor allem in diese Voruntersuchungen, um dem Eigentümer während des Bauablaufs Überraschungen und Mehrkosten zu ersparen.
Auch ein Arzt benötigt, bevor er ein Medikament verschreibt oder zum Skalpell greift, eine Diagnose. Niemand würde sich unters Messer legen, wenn nicht vorher zumindest ein Untersuchung oder ein Röntgenbild vorliegt. Ohne Untersuchungen und Anamnese keine Diagnose. Das gleiche gilt für Bauten. Zum Beispiel ist ohne die Kenntnis des bestehenden Konstruktionssystems keine Planung möglich, da besonders im statischen Bereich Umplanungen während der Bauphase zu Kostenexplosionen führen können. Das naturwissenschaftliche Zentrallabor des BDA nimmt für die materialtechnischen Untersuchungen jährlich ca. 1000 Proben und liefert ca. 200 Gutachten.
Auch für die so genannte Ruinenvilla im Dehne- und die Paulinenwarte im Türkenschanzpark wurden durch das Landeskonservatorat Wien Unterlagen in Form von bauhistorischen und -technischen Gutachten und Bauaufnahmen erarbeitet, die einen sofortigen Beginn von Instandsetzungsarbeiten ermöglichen würden - wenn die Finanzierung gesichert werden kann.
Für die Paulinenwarte wurde durch das Bundesdenkmalamt eine Bauaufnahme finanziert und durchgeführt. Für die Ruinenvilla im Dehnepark wurden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt.
Die vom BDA initiierten und finanzierten Voruntersuchungen bringen den Eigentümern und Eigentümerinnen Sicherheit und sparen Geld.
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