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In Memoriam: Mag. Karin Kargl (1963-2012)

Am 12. September ist unsere Kollegin aus dem Landeskonservatorat für Kärnten ihrer schweren Krankheit erlegen.

Frau Mag.ª Karin Kargl wurde am 5. April 1963 geboren. Nach dem Besuch der Volks- und Mittelschule in Klagenfurt studierte sie an der Universität in Graz bis zu ihrer Sponsion 1988 Kunstgeschichte. In den darauf folgenden Jahren eignete sie sich in der Stadtgalerie und Stadtplanung Klagenfurt wichtige Erfahrungen für ihren künftigen beruflichen Werdegang an.
Nach ihrem Eintritt in das Bundesdenkmalamt/Landeskonservatorat für Kärnten im Jahr 1992 war sie bald mit dem Thema der Inventarisierung der Denkmale und der Erstellung der Denkmallisten befasst. Ihre fachliche Weiterbildung  in Bamberg, wo sie das Aufbaustudium „Denkmalpflege“ absolvierte, befähigte sie in der Folge zur Erstellung der für die Unterschutzstellungen unabdingbaren Fachgutachten inklusive der dazu nötigen Erhebungen und Grundlagenforschungen für die jeweilige Arbeit. Ihr selbstverständlich freundlicher Umgang sowie ihr fundiertes Wissen legten den Grundstein für eine Fülle von Unterschutzstellungen im Rahmen ihrer Tätigkeit. Diesen diffizilen Aufgabenbereich hat Mag.ª Karin Kargl mit der ihr eigenen feinen Zurückhaltung und Bescheidenheit nachhaltig und mit bewundernswerter Konsequenz erfüllt.
Noch im Juli nahm sie, von der Erkrankung schon gezeichnet, eine Reihe sensibler Termine wahr. Die fachliche Qualität und Anerkennung ihrer Tätigkeit zeigt sich nicht zuletzt darin, dass Fachgutachten aus ihrer Feder als beispielhafte Vorgabe genannt wurden.
Den wechselnden Anforderungen der jeweiligen Aufgabenstellung entsprechend hat sich ihr Wissensstand um Denkmale und deren Wertigkeit im Kontext zum heutigen Kultur- und Kunstbegriff stetig erweitert. Denn ebenso wie der Erfassung zu tradierender Kulturgüter und Objekte galt ihr Interesse der klassischen Moderne und der aktuellen Gegenwartskunst.

Im Team des Landeskonservatorates für Kärnten hinterlässt sie eine schmerzliche Lücke.
Uns bleibt nur, für Jahre der Zusammenarbeit und des beruflichen Zusammenlebens zu danken und ihr ein letztes „Lebewohl“ zu wünschen.

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