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Wir haben gewonnen!„Community-Projekt des Jahres“: Bundesdenkmalamt erhält internationale Auszeichnung für Wikipedia-Kooperation

Dr. Renate Holzschuh-Hofer, Leiterin der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit des BDA, nahm den Preis in Berlin entgegen. Foto: Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0.

Von links nach rechts: Andrea Kareth, Heinz Egger, Renate Holzschuh-Hofer, Michael Kranewitter. Foto: Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0.



 

Das Publikum bei der Verleihung des Zedler-Preises. Foto: Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0.

37.000 österreichische Denkmale werden virtuell erlebbar durch eine Kooperation des BDA mit Wikipedia Österreich.

 Einen großen Erfolg konnte das Bundesdenkmalamt (www.bda.at) am Sonntag, den 1. Juli einfahren: In Berlin wurde das „Denkmallisten-Portal“ in Kooperation mit Wikipedia als „Community-Projekt des Jahres“ ausgezeichnet.

Wikimedia Deutschland lud am 1. Juli alle Freundinnen und Freunde des freien Wissens zur Preisverleihung nach Berlin. Begleitet von einem festlichen Rahmenprogramm verlieh Pavel Richter (Vorstand von Wikimedia Deutschland) die drei Haupt- sowie zwei Sonderpreise. Die Kooperation zwischen BDA und Wikipedia hat nach Meinung der Jury europaweit „am meisten dazu beigetragen, Menschen zu befähigen, Inhalte für das Wikimedia-Universum zu schaffen“.

Dr. Barbara Neubauer, Präsidentin des BDA, erklärt dazu: „Es ist Aufgabe und Ziel des Bundesdenkmalamts, das österreichische Kulturerbe nicht nur zu schützen und zu pflegen, sondern auch für alle Interessierten entsprechend zu dokumentieren. Die Kooperation mit Wikipedia ist dabei ein ganz wichtiger Meilenstein, mit dem wir eine internationale Vorreiterrolle eingenommen haben.“

In Österreich stehen knapp 37.000 Denkmale unter dem Schutz des Denkmalschutzgesetzes. Diese wurden im WikiProjekt Denkmalpflege/Österreich in Einzellisten für alle Gemeinden Österreichs aufgeteilt. Jedes Denkmal wird dabei verortet, beschrieben und mit einem Bild dargestellt. Diese Listen dienen außerdem auch als Ausgangspunkt für den Fotowettbewerb „Wiki Loves Monuments“ (www.wikilovesmonuments.at), der auf Grund des großen Erfolges im Vorjahr auch 2012 fortgesetzt wird.

Die Projekte Denkmallisten und Wiki Loves Monuments im Detail

Das österreichische Projekt Denkmallisten wurde ab 2011 umgesetzt. Ein Ergebnis ist die inzwischen dauerhafte Kooperation von Wikipedia mit dem Bundesdenkmalamt, die als für Europa wegweisende Kooperation bezeichnet wird. Rund 220 Wikipedianer haben sich daran beteiligt und knapp 37.000 Denkmale in Listen erfasst. Für die weitere Zusammenarbeit stellt das Bundesdenkmalamt weitere, wissenschaftliche Forschungsergebnisse der vergangenen Jahrzehnte zur Verfügung, um sie über Wikimedia-Commons der breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Der Fotowettbewerb „Wiki Loves Monuments“ wird 2012 zu den European Heritage Days im September bereits zum 3. Mal veranstaltet. 2011 fand er europaweit in 18 Ländern statt und erbrachte insgesamt ca. 170.000 Fotos, davon 12.000 alleine in Österreich. Um ein eigenes Foto eines Baudenkmals hochzuladen und so am Wettbewerb teilzunehmen kann man auf der entsprechenden Denkmalliste in Wikipedia direkt neben dem Bild auf das Kamerasymbol klicken. Man wird dann zu Wikimedia Commons, der Bilderdatenbank von Wikipedia, weitergeleitet. Dieses Jahr nehmen weltweit 40 Staaten an Wiki Loves Monuments teil, darunter Indien, Südafrika und die USA.
 

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