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HR Dr. Peter Pötschner, 1924 - 2012

Der ehemalige Landeskonservator von Wien ist am 8. März nach langem Leiden verstorben.

20 Jahre lang, von 1969 bis 1989, prägte Dr. Pötschner die Wiener Denkmalpflege. Wichtige Unterschutzstellungen, darunter viele Bauten von Otto Wagner und das Oeuvre Adolf Loos', die Werkbundsiedlung, aber auch das letzte erhaltene Mauthaus Wiens wurden unter seiner Ägide unter Denkmalschutz gestellt; Restaurierungen an fast allen Hauptkirchen Wiens, in Schloss Schönbrunn und vielen Palais, die Wiederherstellung des Arbeitszimmers Grillparzers im Hofkammerarchiv und der Ordination Sigmund Freuds sind nur einige Highlights seiner Tätigkeit, in die auch die Restaurierung des "Stock im Eisen" fiel.

Dabei war HR Pötschner eigentlich ein spätberufener Denkmalpfleger: begonnen hatte er seine berufliche Laufbahn im Museum der Stadt Wien, als Fachreferent für Wiener Malerei und Plastik, verantwortlich unter anderem für die Einrichtung des Pratermuseums und die Wiederherstellung von Schuberts Geburtshaus. Nach dem Wechsel ins BDA nahm er zuerst die Agenden des neu eingerichteten Referats für Öffentlichkeitsarbeit wahr, gestaltete Ausstellungen und einen Fernsehfilm.

HR Pötschners reiches Leben hinterlässt einen voluminösen publizistischen Nachlass, der außer zahlreichen Fachpublikationen auch ein literarisches Werk, "Die verlorenen Jahre", erschienen 1947, umfasst. Für sein Lebenswerk wurde HR Pötschner mit zahlreichen Auszeichnungen, darunter dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse, geehrt. Er wird am 23.3. um 14 Uhr am Friedhof St. Helena in Baden bei Wien begraben.

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