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Archäologische Sensation am Salzburger Residenzplatz!Römischer Weihealtar mit Nennung des Flussgottes Iuvavus gefunden

Inschrift des römischen Altars mit Weihung an Jupiter (1. Zeile: "I O M") und Iuvavus (2. Zeile: "ET IVVAVO")

Der Weihealtar in Fundlage

Seitenfläche des Altars mit Adlerdarstellung

Seitenfläche des Altars mit Blitzbündel

Namengeber der römischen Stadt Iuvavum/Salzburg erstmals inschriftlich nachweisbar

Die aktuellen Grabungen des Bundesdenkmalamtes auf dem Salzburger Residenzplatz haben vergangene Woche eine echte archäologische Sensation erbracht: Auf einem römischen Weihealtar, der in Sturzlage aufgefunden wurde, ist neben der Weihung an die oberste römische Gottheit Jupiter („Iupiter Optimus Maximus“) auch eine zusätzliche Weihung an den (Fluss-)Gott Iuvavus angebracht. Diese bislang inschriftlich noch nicht belegte Gottheit war namengebend für die römische Ansiedlung Iuvavum, die sich auf dem Areal der heutigen Stadt Salzburg befand. Vor der Restaurierung des etwa 1,2 m hohen Altars ist noch keine sichere zeitliche Einordnung möglich, doch kann das vorzüglich gearbeitete Stück vorerst grob in das 2./3. Jahrhundert n. Chr. datiert werden.
Neben dem jüngsten Sensationsfund haben die Untersuchungen auf dem Residenzplatz, die durch die geplante Neugestaltung der Platzoberfläche bedingt sind und ein Areal von etwa 10.000 m² umfassen, bereits einige weitere, sehr bemerkenswerte Ergebnisse erbracht. Seit Oktober 2007 konnten Teile des spätromanischen Domgrundrisses mit Anbauten unterschiedlicher Zeitstellung, die romanische Johanneskapelle, weite Bereiche des bis 1600 bestehenden Domfriedhofes, ein barocker Arm des Almkanals, Fundamentpfeiler des 1592 unter Erzbischof Wolf-Dietrich errichteten Verbindungsganges zwischen Neuer und Alter Residenz sowie römische Baureste freigelegt werden. Mit weiteren spannenden Entdeckungen ist zweifellos zu rechnen!

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