Themen
Dr. Christian Brugger ist neuer Landeskonservator für die Steiermark
Der 46jährige promovierte Kunsthistoriker folgt damit auf den langjährigen Landeskonservator Friedrich Bouvier, der Anfang Dezember letzten Jahres in den Ruhestand getreten ist.
Mit Wirksamkeit von 1. Februar 2008 wurde Christian Brugger von Bundesministerin Dr. Claudia Schmied als neuer Landeskonservator für die Steiermark bestellt. Brugger hat sich während seines Kunstgeschichtestudiums an der Grazer Karl-Franzens-Universität, das er 1995 mit einer Dissertation über die „Kirchenbauten in der Zeit des Historismus in der Steiermark“ mit dem Doktorat abgeschlossen hat, intensiv mit Architektur, Denkmalpflege und regionalem Kunstschaffen befasst. Der zweifache Familienvater war schon bald nach Abschluss seines Diplomstudiums in der Denkmalpflege tätig geworden und hat 1991 eine Anstellung beim Bundesdenkmalamt erhalten. In den seither noch nicht ganz zwei Jahrzehnten konnte er sich umfassend in die Aufgaben des österreichischen Denkmalschutzes einarbeiten. Seit 2001 war Christian Brugger auch mit der Funktion des Landeskonservator-Stellvertreters betraut, in der er sich mit den mannigfaltigen Führungsaufgaben eines Landeskonservators vertraut gemacht hat. Nebenher übte er noch fachspezifische universitäre Lehrtätigkeiten aus und war bzw. ist bestrebt, denkmalpflegerelevante, kulturelle und kunsthistorische Themenstellungen durch Vorträge, Fachartikel und dergleichen einer breiteren Öffentlichkeit nahe zu bringen.
In seiner nunmehrigen Funktion möchte er den bewährten Weg seines Vorgängers fortsetzen, sich dabei natürlich auch neuen Anforderungen stellen. Deren Spektrum sieht er von eher allgemeinen Fragen wie der gesellschaftlichen Verankerung des Bundesdenkmalamtes, das oft nur als Behörde, nicht aber in seiner Bedeutung als Kulturbewahrer für alle und kompetenter Ansprechpartner im Umgang mit dem österreichischen Kulturgut wahrgenommen wird, bis zu fachlichen Problemen, von denen nur als ein Beispiel die durch den Treibhauseffekt ausgelöste Diskussion über Wärmedämmung am Altbau steht. Hier möchte Brugger durch verstärkte Kontakte und Gespräche mit Denkmaleigentümern, politisch Verantwortlichen und Öffentlichkeit ebenso für mehr Verständnis und Interesse sorgen wie durch die Intensivierung interdisziplinärer Zusammenarbeit in wissenschaftlichen Bereichen möglichst gute und schonende Lösungen für den steirischen Denkmalbestand finden.
Druckversion


