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März

Eggenburg, Pfarrkirche hl. StephanusNiederösterreich, Gem. Eggenburg, Polit. Bez. Horn

Nordfassade, Kirchenfenster, Detail eines Masswerkes, nach Restaurierung.

Nordfassade, nach Restaurierung.

Südfassade mit Dachneudeckung (Pilotprojekt).

Nahaufnahme des Putzbestandes der Langhaus-Südwand.

Nahaufnahme des Putzbestandes am Chor

Bei der das Stadtbild von Eggenburg stark prägenden dreischiffigen Hallenkirche waren aufgrund des schlechten baulichen Zustandes eine Dachneueindeckung und eine Fassadenrestaurierung notwendig.

Die unterschiedlichen Putzbestände (mittelalterliche, frühbarocke Oberflächen und Überrieb des 19. Jahrhunderts) und deren verschiedene Erhaltungszustände erforderten Vorbereitungsarbeiten wie etwa eine Fassadenuntersuchung und eine Musterachse für die Festlegung der genauen Restauriermaßnahmen. Basierend auf dem Untersuchungsergebnis wurde als Ziel der Fassadenrestaurierung die Präsentation der glatten barocken Oberflächen festgelegt.

Ein Pilotprojekt wurde für die Dacherneuerung gestartet: Die Neudeckung wird gemischt mit neuen (helleren und dunkleren) Ziegeln ausgeführt. Entscheidungsgrund für diese Deckung ist die prägende Fernwirkung der Kirche. Das optische Ergebnis der Dachfläche ist überzeugend und bereits an zwei weiteren kirchlichen Objekten zur Ausführung gelangt.

Die erste Sanierungsetappe umfasste den Westanbau und dessen Dacheindeckung sowie die Westfassade der Pfarrkirche. Die ausreichend haftenden Putze wurden gereinigt und die Putzergänzungen aus Sumpfkalk-Trass mit lokalen Sanden hergestellt. Um die Anschlussbereiche zwischen Alt- und Neuputz und Steinquadern auszugleichen, überstrich man die Fassaden zweimal mit eingetönter Kalkmilch. Die zweite Bauetappe beinhaltete die Langhausfassaden der Pfarrkirche, wobei die Überriebe des 19. Jahrhunderts abgenommen und die Sicherung des darunter liegenden frühbarocken Putzbestandes erfolgte. Die dazugehörigen Dachflächen wurden instand gesetzt.

Einen großen Anteil der Etappe 2004 betraf die Restaurierung der Steinteile des Langhauses. Als besonders arbeitsintensiv erwiesen sich neben den Strebepfeilern mit ihrer Hausteineinfassung die hohen, dreiteiligen Spitzbogenfenster mit ihren verschieden geformtem Maßwerken und der ehemalige Torvorbau, dessen krabbenbesetzter Kielbogen mit Kreuzblume und den zwei flankierenden Fialen noch gut erkennbar sind.

Im den nächsten beiden Jahren ist die Instandsetzung der Chorfassaden und der romanischen Türme sowie die Restaurierung der Epitaphien in Planung. Sämtliche Steinteile, die umfangreiche Fassungsbestände aufweisen, wurden durch die BDA-Werkstätten befundet und dokumentiert; die konkreten Arbeitsvorbereitungen sind im Laufen.


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