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Das Schützenhaus am Donaukanal

© Bettina Neubauer/BDA

© Österreichische Nationalbibliothek

© plan_B 2009

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© Bettina Neubauer/BDA
Die „Staustufe Kaiserbad“ war Teil der geplanten Umwandlung des Wiener Donaukanals in einen Handels- und Winterhafen. 1908 fertig gestellt, barg das heute als Schützenhaus bekannte Otto Wagner-Gebäude ursprünglich ein Wunderwerk technischer Innovation zur Regulierung des Donaukanals.
In Sonderführungen im Rahmen des Tag des Denkmals werden das 1976 innen neu adaptierte Haus gezeigt sowie die spannende Entstehungs- und Funktionsgeschichte der Donaukanalregulierung vorgestellt.
Otto Wagner wurde 1904 mit der künstlerischen Leitung und Planung des Staustufenbaus beauftragt. Das Gebäude sollte die schützende Hülle für die Eisenkonstruktion und die maschinellen Hebevorrichtungen bilden sowie Raum für die Unterbringung der Schützentafeln und für Verwaltung und Beaufsichtigung der Staustufe bieten. Teile des Gebäudes wurden förmlich um den massiven Schützenkran herumgebaut. Die Fassade erhielt eine reiche Gestaltung aus Granit-und Marmorverkleidungen sowie blauen Fliesen mit Wellenornament. Das Schützenhaus steht somit für die für Otto Wagner charakteristische Verbindung von zur Schau gestellter technischer Funktion und betont architektonischer Gestaltung.
Geldmangel verhinderte den Bau zweier weiterer notwendiger Staustufen, sodass die 1908 fertiggestellte, voll funktionstüchtige "Staustufe Kaiserbad" nie als solche genutzt werden konnte. Eine Generalsanierung und Umgestaltung des Gebäudeinnenraums im Jahr 1976 unter Planung und Leitung des Architekten Prof. Dr. Alois Machatschek gaben dem Gebäude eine neue Funktion. Innovation und Fortschritt sind jedoch bis heute im Schützenhaus spürbar.
Führungen
um 10:00, 11:00, 14:00, 15:00 und 16:00 Uhr mit Dipl.-Rest. Susanne Beseler, MitarbeiterInnen Büro plan_B, Burghauptmann DI Wolfgang Beer und MitarbeiterInnen der Burghauptmannschaft
Treffpunkt: Schützenhaus
1020, Obere Donaustraße 26
mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: U2, U4 (Schottenring)
Das Bundesdenkmalamt bedankt sich sehr herzlich für die freundliche Unterstützung bei
-Burghauptmann Hofrat Dipl.-Ing. Wolfgang Beer und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Burghauptmannschaft
-Frau Dipl.-Rest. Susanne Beseler und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Büro plan_B
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