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Höchst - Flughalle im Rinnsal
10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet
1530 Uhr kurze Führung
6973 Höchst, Straße nach Gaissau
Im Höchster Ortsgebiet Rinnsal, unweit der Strasse nach Gaissau, auf einer als Flugfeld besonders geeigneten Landfläche wurde in den Jahren 1941/42 ein Hangar für Segelflugzeuge (Flughalle genannt) errichtet. Bauherr war das NSFK (Nationalsozialistisches Fliegerkorps – eine Teilorganisation der NSDAP). Das Grundstück befand sich damals im Eigentum der Rheinwuhrkonkurrenz Höchst-Fussach-Gaissau, verwaltet durch die Gemeinde Rheinau (Zusammenschluß der Gemeinden Höchst, Fussach, Gaissau). Ziel und Aufgabe des NSFK war die Ausbildung von Segelfliegern als vormilitärische Heranbildung von Kampffliegerpiloten. Segelflugzeuge wurden im Werk „Kittelberger“ in Höchst hergestellt. Im Juni 1944 war ein Bombenflugzeug der US Air Force auf dem Flugfeld bei der Flughalle notgelandet. Das Riesenflugzeug zog Massen von Bewunderern an. 1945 ging das Objekt (nach dem NS-Verbotsgesetz) in das Eigentum der Republik Österreich über. Nach langwierigen Verhandlungen konnte die Rheinwuhrkonkurrenz das Objekt 1952 erwerben. Die Flughalle (Hangar) wurde in ein Stallgebäude umfunktioniert und als solches durch den dem Versorgungsheim (ebenfalls von der Rheinwuhrkonkurrenz betrieben) angegliederten Landwirtschaftsbetrieb als Sommerstall und als Heulager genutzt. Seit der Auflösung des Landwirtschaftsbetriebes im Jahr 1973 ist das Objekt an einen Landwirt verpachtet und wird vorwiegend zur Heulagerung und als Maschinenhalle benützt.
Die Halle hat einen rechteckigen Grundriss und besteht aus einer Holzkonstruktion mit bogenförmigen Holzfachwerkbindern. Das Dach besteht aus Blechbahnen auf einer Holzschalung. Die nördliche Giebelwand zeigt grossflächige Schiebetore. Die Flughalle im Rinnsal stellt mit ihrer ursprünglichen Zweckwidmung und der Nutzung für die Fliegerausbildung im 2. Weltkrieg ein rares Dokument der Zeitgeschichte dar.
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