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Dornbirn – Woolf´sche Balancier-Dampfmaschine
10.00 bis 17.00 Uhr zugänglich
Vorführungen nach Wunsch
6850 Dornbirn, Schmelzhütterstraße 34
Im Jahre 2000 wurde die Woolf`sche Balanciermaschine aus dem Jahre 1858 der Firma Kuhn in Berg bei Stuttgart unter Denkmalschutz gestellt. Sie gehörte ursprünglich zur Rohweberei des Firmengründers Franz Martin Rhomberg. Rhomberg hatte 1853 eine Säge und Mühle mit Wasserkraft in Dornbirn/Schmelzhütte erworben, die er in eine Rohweberei mit 170 Webstühlen umbaute. Oft reichte die Wasserkraft für die Weberei nicht aus, vor allem wenn die Dornbirner Ache zu wenig Wasser führte und das benachbarte Krafthaus dadurch stillstand. Daher wurde 1858 ein Dampfkessel und eine Dampfmaschine aufgestellt. Durch die Umstellung von Wasserkraft auf Dampfbetrieb wurde in der Geschichte der Firma ein wichtiger neuer Abschnitt eingeleitet. Diese Dampfmaschine war vor allem für energieaufwändige Arbeiten, wie eben das Weben, geeignet. Sie leistete 12-36 PS und war bis 1921 in Betrieb. Die Bedeutung dieser Maschine geht weit über eine lokal-wirtschaftshistorische hinaus. Dampfmaschinen dieser Art wurden vor allem wegen ihrer hohen Leistung bei besonders gleichmäßigem Antrieb von Textilmaschinen eingesetzt. Gegen Ende der 1850er Jahre wurden diese Balancier-Dampfmaschinen dann von liegenden Maschinen abgelöst, die bei gleicher Leistung eine kompaktere Bauart aufwiesen.
Ab dem Jahr 2002 wurde die Maschine restauriert und durch ein Glasgehäuse geschützt. Zu Demonstrationszwecken kann sie nun elektrisch betrieben werden. Es handelt sich um das einzige Original dieser Art in Österreich und ist vollständig mit Fliehkraftregler und Parallelogramm erhalten.
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