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Leibnitz, Ausstellung „Ruhe sanft“
In Leibnitz zeigt der Museumsverband Südsteiermark mit Leihgaben des ArcheoNorico Burgmuseum Deutschlandsberg und des Bundesdenkmalamts die Ausstellung „Ruhe sanft! Steirische Hügelgräber – die neuesten Grabungen und Funde“. Ein nachgebauter Grabhügelzugang und viele zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierte Funde ermöglichen Ihnen ein Eindringen in die faszinierende Welt der Hügelgräber. Gezeigt werden die Ergebnisse von Denkmalschutzgrabungen in Hügelgräbern, die für die archäologische Landschaft Südostösterreichs von der Urnenfelderzeit bis in die Römerzeit fast 2000 Jahre lang prägend waren.
Geöffnet 10-17 Uhr
Kontakt: Museumsverband Südsteiermark (Tel. 03452/868 84)
Leibnitz, Schmiedgasse 20 (Nähe Hauptplatz)
Sit tibi terra levis – mit dem Schriftzug, möge dir die Erde leicht sein, versahen die Römer manchen Grabstein. Und sie meinten diesen Wunsch wohl buchstäblich, errichteten sie ja vielfach einen Grabhügel über den Bestattungen und Grabkammern. Auf kreisrundem Grundriss wurde ein Erdhügel aufgeschichtet. Seine Größe dokumentierte auch nach dem Tode als bleibendes Denkmal die Bedeutung der Verstorbenen. Und mit gab man den Hingeschiedenen Zurüstungen für die Ewigkeit: Kleidung und Schmuck, Waffen, Keramik-, Metall- und Glasgefäße mit Nahrung. Mitunter auch Münzen, mit denen die Überfahrt bezahlt werden sollte.
Fast 2000 Jahre lang wurden Menschen nach dieser Sitte bestattet, bis ins 4. Jahrhundert nach Christi Geburt. Und länger, bis zum heutigen Tage, prägen Hügelgräber steirische Landschaften: rund um den Burgstallkogel bei Großklein, im Stainztal oder auch in der Oststeiermark.
Blicken Sie zurück und blicken Sie hinein in steirische Hügelgräber, in diese Wahrzeichen vom Leben und Sterben: Der Museumsverband Südsteiermark, das Bundesdenkmalamt und das Burgmuseum Archeo Norico zeigen diese Grabstätten und ihr Aufsehen erregendes Inventar.
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