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Freistädter Unterwelt
Im Stadtkern des Denkmalortes Freistadt öffnen sich private Keller aus dem Mittelalter für die Besucher.
Wir danken den Hauseigentümern für Ihr Entgegenkommen!
Von 14 - 17 Uhr können folgende Keller besichtigt werden:
- Keller im Schlosshof mit Ausstellung über die Freistädter Unterwelt
- Hauptplatz 1, 4, 12, 14
- Samtgasse 2, 8
- Waaggasse 9, 20
- Salzgasse 17
- Pfarrgasse 8, 12
- Pfarrplatz 4
- Böhmergasse 2
Bedeutende Bürgerhäuser
Die Bürgerhäuser von Freistadt, deren Besitzgeschichte seit dem 16. oder oft sogar seit dem 15. Jahrhundert dokumentiert ist, zählen österreichweit zum bedeutendsten Bestand spätgotischer oder renaissancezeitlicher Häuser.
Das Haus Salzgasse 17 wurde 1493 erstmals urkundlich erwähnt. Die Salzgasse ist einer der ältesten Straßenzüge Freistadts.
Die Waaggasse, Böhmergasse, Pfarrgasse, Schlossergasse, Samtgasse und Heilig-Geistgasse entstanden im 13. Jahrhundert im Zuge der Stadterweiterung.
Freistadt war eine regionale Wirtschaftsmetropole, die über Jahrhunderte den Eisen-, Wein- und Salzhandel mit Böhmen beherrschte und im 16. Jahrhundert zu einem Zentrum des Brauereiwesens aufstieg.
Durch den wirtschaftlichen Aufschwung wurden einige der dreiachsigen spätgotischen Häuser durch Zusammenlegung vergrößert. So bestand das künstlerisch wertvolle spätgotische Kragstockhaus von Hauptplatz 12 ursprünglich aus zwei Häusern, ebenso wie das spätgotische Haus mit Standerker in Waagasse 20 oder das seit 1489 dokumentierte Haus in Böhmergasse 2.
In der Pfarrgasse finden sich bedeutende Häuser mit Fassaden aus der Renaissancezeit, so z. B. Pfarrgasse 12 mit einem jüngst freigelegten Sgraffitto, sowie das bedeutende Spätrenaissancehaus von Pfarrplatz 4 oder das ebenfalls fachgerecht sanierte Haus Pfarrgasse 8.
Das spätmittelalterliche Gepräge von Freistadt ist außerordentlich gut erhalten. Der authentische Zustand ist bis heute spürbar.
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