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LEOBEN, ehem. Stift Göss mit tausendjähriger Krypta

Leoben-Göß, ehem. Stiftskirche-Pfeiler.

Leoben-Göss-Krypta.

Leoben-Göß, ehem. Stiftskirche Ansicht vom Osten.

Leoben-Göß, ehem. Stiftskirche-Südportal.

Bei einem Besuch im ehemaligen Stift als früheste steirische Klostergründung tauchen Sie ein in die Welt mittelalterlicher Kunst und Kultur mit Eindrücken von der frühromanischen Hallenkrypta über die frühgotischen Wandmalereien der Michaelskapelle bis zu den spätgotischen Schlingrippengewölben der heutigen Pfarrkirche Leoben-Göss. Im Schauraum gibt es überdies einen „Josefinischen Sarg“.


11.30-17 Uhr, 11.30, 14 und 16 Uhr (ca. 1 Std), Dr. Weidenhoffer, Südportal der Kirche im Brunnhöfl, (Bundesdenkmalamt, Tel. 0316/367256-27), 8700 Leoben.


Die mit fachkundiger Führung zu besichtigende Krypta liegt in der Kirche des ehemaligen Stiftes.
Die ehem. Stiftskirche mit dem Patrozinium hll. Maria und Margaretha wurde 1782 zur Pfarrkirche hl. Andreas (Abtragung der alten Pfarrkirche). Erstbau als dreischiffige, romanische Basilika mit von zwei Türmen flankiertem Chorquadrat. Brände im 12. Jh. und 1336, 1338 Bau des heutigen Chores und 1510-22 Umbau und Erneuerung des mit aufwendigen Schlingrippenkonfigurationen, in den Seitenschiffen Netzrippen. Die Gewölbe auf kräftigen Pfeilern mit sternförmigen Grundriss, die beiden östlichen Pfeiler gegenläufig gedreht. Zweijochige Westempore über alle Schiffe mit reichem Schlingrippengewölbe auf drei Pfeilern und aufwändiger barocker Brüstung, 1715. Bemerkenswertes rundbogenförmiges, spätgotisches Südportal in reich verstäbter, mit Blattornamenten verzierter, rechteckiger Portalfläche. Um 7 Stufen erhöhter, zweijochiger, hochgotischer Chor mit 5/8-Schluss und Kreuzrippengewölbe. In den Chorwinkeln liegen die beiden Türme, deren untere Geschosse romanisch sind und die 1868 neugotisch erhöht wurden. Unter dem Chor ist die dreischiffige Krypta situiert, in den westlichen beiden Jochen urspr. um 1000 entstandene Umgangskrypta, nach Osten gotische Erweiterung mit Veränderungen des 17. Jh. Nördlich des Chores Sakristei mit 1641 datiertem Portal. Zweijochiger Raum mit Stichkappentonnen, Perl- und Eierstabstuckleisten und in den Feldern Wandmalereien (Marienleben, Heiligendarstellungen). Klassizistischer Hochaltar von 1791-93 und zwei gleichzeitige Seitenaltäre mit bmkw. Altarbildern. Im Chor romanisches Kruzifix von 1180. Prächtiges Chorgestühl von 1742.

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