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/ Wien
17 Ein dunkles Kapitel im Arenbergpark
12, 13, 14, 15 Uhr Führung (ca. 1 Stunde)
1030, Dannebergplatz (Eingang Ecke Barmherzigengasse)
Begrenzte Teilnehmerzahl!
(Anmeldung im BDA unter 01-53415/111, tagdesdenkmals@bda.at)
Leider ist dieser Programmpunkt bereits AUSGEBUCHT!
Der Gefechtsturm im Arenbergpark wurde als eine von sechs „autarken Festungen“ in Wien errichtet. Dieses eindrucksvolle Mahnmal des Krieges ist mit Sonderführungen wie die wesentlichen Teile der Gegenwartskunstsamlung des MAK und das Projekt CAT – die Transformation des Flakturms in ein Zentrum zeitgenössischer Kunst zu besichtigen.
Die in Deutschland und Österreich in den Jahren 1942 bis 1944 errichteten Flaktürme gehören zu den größten Bunkerbauten Europas. Insgesamt wurden nur 16 Flaktürme ausgeführt, wovon jene in Berlin vollständig und in Hamburg zwei der vier Türme zerstört wurden. Lediglich die sechs Flaktürme in Wien blieben in ihrer ursprünglichen Anlage vollständig erhalten und lassen heute noch Rückschlüsse auf ihre strategische Positionierung und die Methodik der Abwehr bzw. des Luftschutzes zu.
Im Stadtzentrum Wiens entstanden sechs Flaktürme – drei Paare bestehend aus Geschütz– und Leitturm . Der Bau der beiden Türme im Arenbergpark wurde im Dezember 1942 begonnen und im Oktober 1943 abgeschlossen. Der viereckige Gefechtsturm hat eine Seitenlänge von 47m im Hauptbau und von 57m im vorspringenden Unterbau, in dem sich die geschützten Zugänge befinden. Mit seinen neun Geschoßen erreicht der Turm eine Gesamthöhe von 42m. Die 2 bis 7m dicken Umfassungsmauern sind mit einer Spiralbewehrung versehen, die bei Bombentreffern das Absplittern von Beton an der Innenseite verhindern sollte.
Die Flaktürme wurden als autarke Festungen konzipiert. Sie verfügen über eine eigene Energieversorgung, Trinkwasseranlagen, Belüftungseinrichtungen sowie Filteranlagen gegen Gasangriffe. Sie dienten als Luftschutzbunker für die Bevölkerung und als Hospital und beherbergten einzelne leitende Heeresdienstellen sowie kriegswichtige Produktionsstätten.
Bei den Wiener Flaktürmen handelt es sich vor allem um Objekte denen „... gebaut unter Zuhilfenahme von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern“ eine vielschichtige historische Bedeutung als Dokument eines für Österreich einprägsamen Kapitels seiner Zeitgeschichte, sowie als Zeugnis für das Leid der Menschen unter einem pervertierten Regime zuzuschreiben ist. Der Dokumentarwert eines militärischen Stützpunktes bzw. Schutzraumes des 20. Jahrhunderts, einer speziell ausgeformten NS-Architektur, wird nur übertroffen von der Aussagekraft als Mahnmal des Krieges.
MAK – Gegenwartskunstdepot Gefechtsturm Arenbergpark
Auf einer Gesamtfläche von 1400m² werden im MAK-Gegenwartskunstdepot im Gefechtsturm Arenbergpark seit 1995 wesentliche Teile der Gegenwartskunstsammlung des MAK präsentiert. Gezeigt werden eigens für das MAK entwickelte räumliche Interventionen von internationalen Künstlern wie Vito Acconci, Ilya Kabakov, Hans Kupelwieser, Eva Schlegel und Chris Burden sowie Objekte von Renee Green, Kiki Smith, Bruno Gironcoli, Liz Larner, Beatrice Stähli, Birgit Jürgenssen und Franz West. Weiters sind Künstlereditionen u.a. von Christian Boltanski, Gilbert und George, Jenny Holzer, Rebecca Horn, Juan Munos, Bruce Nauman, James Turrell sowie Beispiele experimenteller Architekturprojekte und Manifestationen u.a. von Raimund Abraham, Coop Himmelb(l)au, Günther Domenig, Philip Johnson, Thom Mayne, Eric Owen Moss, Roland Rainer und Lebbeus Woods zu sehen.
CAT – Contemporary Art Tower
Das Hauptziel des CAT Projektes besteht darin, den Gefechtsturm Arenbergpark mit seinen düsteren historischen Konnotationen in ein offenes, lebendiges Zentrum für Gegenwartskunst und Neue Medien umzugestalten. Gleichzeitig wird damit über einen Zeitraum von 15 – 20 Jahren Die Sammlung des 21. Jahrhunderts geschaffen.
Das äußere Erscheinungsbild des Baus – der unzerstörbare, monolithische Bunker – sollte in all seiner Rohheit und Brutalität erhalten bleiben und als "Mahnmal des "Niemals Vergessen" dienen.
Das Bundesdenkmalamt bedankt sich sehr herzlich für die freundliche Unterstützung bei
Mag. Barbara Redl, Museum für angewandte Kunst - MAK
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