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Holzsäge am Rasafeibach in LatschauHolzverarbeitung im Montafon

Alte Säge in Latschau, Montafon

Alte Säge in Latschau, Montafon

Antrieb der Latschauer Säge

Antrieb der Latschauer Säge

Denkmalpfleger und Eigentümer vor der Säge

Denkmalpfleger und Eigentümer vor der Säge

Am 17. Sept. Besichtigung von 11 bis 16 Uhr mit Vorführung und Bewirtung

Die historische Bauernsäge steht neben dem Rasafeibach am oberen Ende des Ortsteiles Latschau (Gemeinde Tschagguns). Der Flurnamen „Mühli“ stammt von der bis ins 20. Jahrhundert in unmittelbarer Nachbarschaft betriebenen Getreidemühle. 1849 erwarb die Familie Loretz die seit dem 18. Jahrhundert in Betrieb stehende Anlage von den Geschwistern Gavanesche. Der heutige Zustand entspricht im Wesentlichen dem von 1907. Damals erfolgte der Umbau zu einem so genannten Venezianergatter aus Teilen einer Säge aus Frastanz.
Im gemauerten Untergeschoß befindet sich das oberschlächtige hölzerne Wasserrad (Ø 4,10 m), welches in der Radstube die Transmissionen antreibt. Diese sorgen über zwei exzentrische Schwungräder und die Stelzen für die Auf- und Abbewegungen des Venezianergatters, einem einfachen senkrechten Sägeblatt in einem rechteckigen Holzrahmen. Darauf zu bewegt sich der Blochwagen mit automatischem Vorschub. Über eine Handwinde werden die Baumstämme seitlich auf den Blochwagen geholt. Die dafür nach Norden offene Holzständerkonstruktion des Sägegeschoßes ist außen mit Brettern verschalt und mit einem Holzschindeldach gedeckt. Nach dem gleichen Bau- und Konstruktionsschema waren derartige bäuerliche Holzverarbeitungsanlagen in waldreichen Gebieten seit Jahrhunderten im Einsatz.
Die Säge ist voll funktionstüchtig und wird museal betrieben. Die Erhaltung ist mit einem hohen Aufwand verbunden, da alle Ersatzteile Sonderanfertigungen sind.

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