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Sensenwerk Deutschfeistritz

Der Sensenhammer in Deutschfeistritz als voll funktionsfähiges Industrie-Wahrzeichen.

Die vollständig und gut erhaltenen Geräte illustrieren anschaulich den Produktionsprozess einer Sensenschmiede.

Fluderanlage mit insgesamt sechs Wasserrädern.

Am Tag des Denkmals, "Am Wasser", am  17. September 2006 finden hier Führungen statt. Anschaulich wird die klassische Sensenproduktion erlebbar.

In Deutschfeistritz ist das letzte komplett eingerichtete Sensenwerk der Steiermark, das gerade wegen dieser Vollständigkeit ein einzigartiges Zeugnis der lokalen Kleineisenindustrie, insbesondere des Übelbachtales, nur 20 km nördlich von Graz, darstellt. Das Werk hat sich mit einem zur Gänze handwerklich geprägten Produktionsablauf erhalten. Anschaulich werden die komplizierten, aufwendigen und hoch spezialisierten Arbeitsgänge der klassischen Sensenproduktion ersichtlich. Diese Geschlossenheit und Ursprünglichkeit der Einrichtung-das Inventar der Anlage stammt aus der Zeit zwischen ihrer Erbauung und den 1930er Jahren-dokumentiert bedeutende österreichische Wirtschaftsgeschichte.
1849 gründete Johann Pachernegg ein neues Sensenwerk, eisenverarbeitende Industrie lässt sich in der Region bereits seit dem 16. Jahrhundert nachweisen. Der Betrieb wurde 1984 stillgelegt, zuletzt wurden noch 400 Sensen pro Tag erzeugt. Heute bilden die beiden ehemaligen Produktionsgebäude das "Museum Sensenwerk Deutschfeistritz".
Die Anlage besteht aus zwei lang gestreckten, beidseitig des Werkskanals gelegenen Produktionsgebäuden von 40 bzw. 53 m Länge bei etwa 11 m Breite von denen das südliche an seinem Westende mit einem Wohngeschoß überbaut ist. Dazwischen liegt die Fluderanlage mit insgesamt sechs Wasserrädern, die das Werkzeug angetrieben haben und von denen fünf über Kastenfallen beaufschlagt werden. Darunter befindet sich ein Verbindungsgang zwischen den beiden Werkshallen. Zum Ensemble gehörten früher auch noch das zweigeschossige Herrenhaus nördlich jenseits der Straße sowie daran anschließende Wohn und Werksgebäude. Die Erschließung der Produktionshallen erfolgt an den östlichen Stirnseiten. An die in Flussrichtung rechte (südliche) Halle ist ein über achtseitigem Grundriss in Ziegeln aufgemauerter Schlot mit Gesimsgliederung angebaut. Im nördlichen der beiden Gebäude, das die Zainhammerhalle aufnahm, wurden die Arbeitsgänge von der Stahlstange über Bröckl bis zur Hamme abgewickelt. Jenseits des Baches erfolgte die weitere Bearbeitung das Ausspitzen, Schleifen, Breiten, Formen, Abrichten, Härten etc. der Sensen, ferner die Feinbearbeitung, Polieren, Abbrennen, etc. Alle diese Produktionsschritte sind durch die Maschinen, mit denen sie vollzogen wurden, genau dokumentiert.




Sensenwerk Deutschfeistritz

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