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Burgtheater
Als Teil der monumentalen Ringstraße wurde das Burgtheater unter Leitung des nord-deutschen Architekten Gottfried Semper sowie des ehrgeizigen Wiener Architekten Carl Hasenauer 1874 bis 1888 errichtet.
Dabei legte man vor allem Wert auf prunkvolle Fassaden und Einrichtungen, die in Zusammenspiel von Architektur, Malerei und Kunstgewerbe von zahlreichen Wiener Künstlern ausgeführt wurden.
Dem entgegen wurde das enge Raumkonzept und die schlechte Akustik schon früh kritisiert. 1897 erneuerte Emil von Förster erfolgreich aber unter hohen Kosten den Zuschauerraum und regelte die laute Haustechnik neu.
Am 12. März 1945 zerstörten Fliegerbomben den Bühnenraum, drei Wochen später beschädigten Artillerietreffer das Prunkstiegenhaus und am 12. April legte ein verheerender Brand den Zuschauerraum in Schutt und Asche.
Sofort wurde mit der Instandsetzung der historischen Fassaden begonnen, 8.000 m³ Schutt wurden ausgeräumt und 3.000 m² Fenster neu eingeglast. Die innere Neugestaltung erfolgte hingegen erst 1952 bis 1955 unter den Architekten Michael Engelhart und Otto Niedermoser in betont nüchternen und modernen Formen. Die von Sepp Nordegg entworfene Drehzylinderbühne wurde hier erstmals praktisch erprobt und hat seitdem als Bühnenanlage in der ganzen Welt Schule gemacht.
Mit Grillparzers Hohelied auf Österreich, „König Ottokars Glück und Ende“ wurde das Burgtheater am 16. Oktober 1955 wieder seiner Bestimmung übergeben.
Bauzeit : 1874 bis 1888
Architekt : Gottfried Semper und Carl Hasenauer
Wiederaufbau : 1945 bis 1955
Architekt : Michael Engelhart und Otto Niedermose
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