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Stephansdom
Der Stephansdom im Herzen von Wien ist als eines der bedeutendsten Bauwerke mitteleuropäischer Hoch- und Spätgotik das Wahrzeichen der Stadt.
Nach neuesten Untersuchungen steht er über einem spätantiken Gräberbezirk, der bis ins Mittelalter genutzt wurde. 1137 ist erstmals historisch eine Kirche nachweisbar, die nach archäologischem Befund bereits eine monumentale dreischiffige Basilika war.
Bald darauf entstand ein vollständiger Neubau mit Vorhalle, Westtürmen und Mittelempore. Ein dritter, spätromanischer Kirchenbau besaß eine durchgehende Westempore. Diese dreischiffige Basilika übernahm die Breite ihrer Vorgänger, wurde aber nach Osten zu erweitert. Dabei könnte es sich um den am 25. April 1263 geweihten Bau gehandelt haben.
Unter König Albrecht I. wurde 1304 mit dem Bau des 1340 geweihten heutigen Hallenchores begonnen. Die gotischen Baumaßnahmen am Langhaus und den Türmen fanden mit der Einstellung des Weiterbaues am Nordturm 1511 ihr Ende. Somit präsentiert sich der Dom als homogenes Ensemble der unterschiedlichen Bauzeiten und Stile.
1945 wurde der Stephansdom durch Beschuss und Brand schwer beschädigt. Zerstört wurden das Dach mit dem berühmten Holzdachstuhl, das Kreuzgewölbe des Chors, die Nordostecke der oberen Sakristei, der südliche Heidenturm, das große gotische Fenster der Westfassade, das gotische Chorgestühl von W. Rollinger (1476), das frühgotische Riesenkreuz aus Wimpassing und anderes. Der Wiederaufbau erfolgte unter Dombaumeister K. Holey, 1952 wurde der Langhauschor fertiggestellt, 1957 die neue "Pummerin" auf den Nordturm aufgezogen, und 1960 wurden die große neue Orgel und das neue Geläut geweiht.
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