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Satteins - Kalkbrennofen
10.30 bis 16.00 Uhr
6822 Satteins, oberhalb der Ruine Schwarzenhorn
Das Kalkbrennen ist ein tausende Jahre altes Handwerk. Als Baumaterial zur Erstellung von Mauern, als auch für das Tünchen von Fassaden war und ist Kalk unentbehrlich. Seit der Antike über das Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert wurde fast in jeder Talschaft Kalk gebrannt. Erst die industrielle Fertigung bedeutete das Ende dieser vielen Kleinbetriebe. Natürlich und mit Holz gebrannter Kalk und die lokalen Gesteinstypen spiegeln sich in der Qualität und der Farbigkeit des Kalks wider. Dadurch wird natürlich gebrannter Kalk vor allem in der Denkmalpflege, der hochwertigen Sanierung und im ökologischen Wohnbau verwendet. Zur Herstellung muss Kalkgestein bei 800 bis 900 Grad circa 100 Stunden gebrannt werden, anschließend wird dieses nun spröde Material mit Wasser gelöscht und bleibt je nach Gebrauch zwischen wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren eingesumpft. Dieser Sumpfkalk wird dann mit Sanden und seit dem beginnenden 20. Jahrhundert auch mit Zementen zu Mauermörteln gemischt oder als Fassadenfarbe verwendet.
Seit mehreren Jahren wird nun Kalk in Satteins gebrannt und damit vorwiegend der Eigenbedarf einer Restaurierungsfirma gedeckt.
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