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Bludenz – Kirchturm der Laurentiuskirche

Bludenz, Turm der Laurentiuskirche

Bludenz, Turm der Laurentiuskirche ©BDA

10.00 bis 16.00 Uhr
Geführte Turmführungen mit Bewirtung
6700 Bludenz, Mutterstraße

Im Kern geht die Kirche St. Laurentius auf das 14. Jahrhundert zurück, der Turm wurde aber erst 1667-1670 erstellt. Er ist das imposante Wahrzeichen der Stadt. Davor bestand ein sogenanntes Glockenhaus anstelle der 1770 erbauten Sakristei. Der heutige Turm wurde nach den Plänen des bausachverständigen Superiors der damaligen Jesuiten-Residenz in Feldkirch Pater Max von Lerchenfeld erbaut. Der Turm erhebt sich 48,8 m hoh über einer 9x9 m großen Grundfläche in 7 Stockwerken. Die vier unteren Stockwerke sind durch halbrunde Wülste voneinander getrennt. Die drei obersten, je etwas verjüngt, sind als Achteckbau konstruiert, den Abschluß bildet die breitgedrückte Zwiebelkuppel. Die Eckflächen am Übergang vom Viereck zum Achteck nehmen vier ziemlich derbe rote Marmorfiguren der Evangelisten ein. Es sind Frühbarockwerke mit noch gotischen Anklängen. Die südseitigen Turmflächen zeigen malerischen Schmuck : die Darstellung des Reichswappens (Doppeladler), das Bludenzer Stadtwappen, eine Sonnenuhr und die Jahreszahl 1670. Diese dekorativen Stücke wurden schon 1857 durch Maler Johann Matthias Jehly angebracht und 1897 nach Entwürfen von Johann Jehly neuerlich ausgeführt. Die Turmuhr, eine gediegene Handarbeit, dürfte noch aus der Zeit des Turmbaues von 1670 stammen. 1829 wurde sie vom Uhrmacher Alois Gächter aus Altenstadt repariert. Im Inneren des Turmes führt eine Treppe bis zur Kuppel, von der sich eine schöne Aussicht über die Alpenstadt Bludenz bietet.
Die Pfarrkirche selbst erhebt sich in beherrschender Lage ebenso wie das Schloß, die heutige Bezirkshauptmannschaft, auf der Felsterrasse des Montikels. Von der Stadt gelangt man in fünf Aufgängen zu ihr empor.

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