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Die Kultur der Prävention
Ein Informations- und Präventionsfolder zum Schutz vor Kulturgutdelikten
Unterstützung für die Minoritenkirche in Bruck. Eine Festveranstaltung am 12.Mai stellt das jüngste Projekt vor.

Westlich von der Sakristei öffnet sich der kreuzgratgewölbte Kreuzgang des ehem. Klosters.

Am Ostrand der Brucker Altstadt liegt die für einen Bettelorden typisch schlicht gestaltete Außenfassade der Kirche "Maria im Walde".

Fresko des hl. Achatius und die Marter der 10.000 auf dem Berg Ararat um 1400. Nach der Entdeckung der Malerei wurden die Seitenaltäre versetzt.

Die restaurierte Orgel des Grazer Orgelbaumeisters Johann Georg Mitterreiter von 1730.

Blick in das einschiffige, in der Barockzeit überwölbte Langhaus.

Reste gotischer Wandmalerei im Dachstuhl.
Eines der kunsthistorisch wertvollsten Baujuwele in Bruck an der Mur soll saniert werden. „Die Kirche darf nicht vergessen werden. Das ist Bruck den Bruckern schuldig“, plädiert ein Vertreter des jüngst gegründeten Kuratoriums zur Erhaltung der Minoritenkirche.
Die Bettelordenkirche und das südlich anschließende Kloster wurden 1272-1301 gegründet. Die bedeutenden gotischen Fresken im Kircheninneren, die in der Fachliteratur ausführlich gewürdigt werden, dürften um1400 entstanden sein. Bauliche Veränderungen passierten in der Barockzeit, wirklich einschneidend allerdings war die Aufhebung des Konvents 1807. Danach folgte ein wechselhaftes Schicksal für den Kirchenbau.
Umso erfreulicher ist daher das Engagement des jüngst gegründeten Kuratoriums zur Erhaltung der Minoritenkirche Maria im Walde. „Ein Angebot an Bruck“ lauten das Leitmotiv und die Verpflichtung des Kuratoriums, das sich als Anwalt für die Minoritenkirche versteht. Es setzt sich aus einem Kernteam und verschiedenen Subteams mit unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten zusammen und steht in bestem Einvernehmen mit dem Denkmalamt. Bereits 2006 war die Kirche für diverse Veranstaltungen öffentlich zugänglich und während der Landesausstellung für das Publikum geöffnet. Die Resonanz war groß. Ein Maßnahmenkatalog inklusive Kostenschätzung für die folgenden Jahre wurde festgesetzt um das Baujuwel zu retten.
Zunächst wurden gemeinsam mit der Stadtgemeinde und der freiwilligen Feuerwehr die längst überfälligen Reinigungen an den Dachrinnen durchgeführt, der Pflanzenbewuchs an den Fassaden entfernt sowie die Bäume in deren unmittelbarer Nähe.
Die Baumaßnahmen 2007 beziehen sich auf die Sanierung und Wiederherstellung der zweijochigen Sakristei mit gotischem Kreuzgratgewölbe und barockem Gewölbestuck und des anschließenden Kreuzganges unter Einbeziehung der vorhandenen historischen Unterlagen aber auch der Befunde von Restauratoren und Archäologen. Diese vorliegenden Informationen gelten als Voraussetzung für das Bauen im historischen Kontext. Die als Atelier genutzten Räume über dem Kreuzgang sollen ebenfalls rückgeführt werden.
Das längerfristige Ziel ist die gesamte Innenrestaurierung der Kirche. Akuter Holzwurmbefall machte die Restaurierung der Orgel mit ihren elf Registern bereits 2006 dringend erforderlich. Sie ist eine der schönsten Barockorgeln Österreichs und weist die typisch steirisch-barocke Bauweise auf. Weitere Punkte des mutigen Unterfangens sind in Übereinstimmung mit einem Verkehrsleitplan die Rückführung des von der Kirche abgetrennten Teils, der heute als fußläufige Verbindung (Durchgang) dient sowie die liturgische Wiederaufnahme und die Bespielbarkeit des Inneren als religiös-kulturhistorisches Denkmal.
Am 12. Mai findet um 18.30 Uhr bei freiem Eintritt eine Festveranstaltung "Auftakt" in der Minoritenkirche statt. Dort werden der Bevölkerung das Projekt und seine konkreten Ziele vorgestellt. Die Kirche ist bereits am Nachmittag geöffnet und es werden Führungen angeboten, die über die bisherigen Arbeiten in der Minoritenkirche informieren. Am Abend ist der Festvortrag des Guardians der Minoriten zu Graz, Pater Mag. Eusebio Bejan zum Thema: "Die Minoriten in der Steiermark" zu hören. Musikalisch umrahmt wird die Festveranstaltung u.a. von dem Aflenzer Kirchenchor, den Chorifeen, dem MGV 1858, der Stadtpfarrkantorei Bruck sowie den Schulchören des BG/BRG Bruck. So erhält die Auftaktveranstaltung konzertanten Charakter.
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