Themen
Der Jagdpark des Prinz Eugen von SavoyenObersiebenbrunn, Gartenpavillon

Hauptachse der Parkanlage mit Blick auf den Gartenpavillon

Groteskenmalereien von Jonas Drentwett im Gartenpavillon (Foto: BDA)

Groteskenmalereien von Jonas Drentwett (Foto: BDA)

Gartenpavillon, Detailansicht der Wandmalerei
Am Tag des Denkmals, 28.9.2008, wird es möglich sein, den restaurierten Gartenpavillon der Parkanlage des Schlosses Obersiebenbrunn, einer der wichtigsten Jagdparkanlagen Österreichs, im Rahmen einer Führung zu besichtigen.
Kaiser Karl VI. machte Prinz Eugen von Savoyen den Besitz Obersiebenbrunn 1725 zum Geschenk. Prinz Eugen – so berichten die Quellen – hielt bereits zwei Monate nach der Schenkung sowohl Entwürfe für die Neuadaptierung des mittelalterlichen Schlosses als auch Pläne für die Gartenanlage in Händen. Vermutlich auf den gestalterischen Ideen des Gartenarchitekten Dominique Girard basierend, strahlen symmetrisch von der Hauptachse des Schlosses sternförmige Alleensysteme aus. Den Abschluss der Mittelachse bildet ein halbrund gestalteter Teil mit dem Gartenpavillon.
Dieser wurde 1728 nach Plänen von Johann Lukas von Hildebrandt erbaut. Das Innere schmücken allegorische Fresken und Groteskenmalerei des Augsburger Malers Jonas Drentwett. Die Malereien zeigen mythologische Frauengruppen, Szenen der höfischen Jagd, Ernteleute, tanzende Bauern und Göttergestalten auf von verschiedenen Tieren gezogenen Wagen. Der Pavillon selbst erhebt sich über elliptischem Grundriss und öffnet sich mit Rundbogenfenstern zwischen Pilastergliederung und vier Rechteckportalen zu den Alleen in das Jagdrevier des Parks.
Der Park ist in seinem Ausmaß und in seinem Grundcharakter als Jagdpark über die Jahrhunderte erhalten geblieben. Der restaurierte barocke Gartenpavillon als Zentrum dieser Anlage lädt nun am Tag des Denkmals zur Besichtigung ein.
Druckversion

