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Bludenz, Dominikanerinnenkloster St. Peter

Das sich am östlichen Stadtrand von Bludenz befindliche Kloster St. Peter wurde urkundlich 1278 von Graf Hugo I. von Werdenberg-Heiligenberg anstelle einer älteren Kirche gegründet.

Es ist das älteste heute noch bestehende Kloster in Vorarlberg. Der ursprüngliche für Augustinerinnen errichtete Klosterbau begann ab 1286 und wurde bis 1354 erweitert. Nach Bränden 1552 und 1576 wurde die Anlage von Dominikanerinnen übernommen und 1613 - 1616 wieder hergestellt und 1656 um ein Geschoss erhöht. Die heutige Anlage wurde 1707 - 1709 errichtet und 1721 - 1723 erweitert. 1941 bis 1945 war das Kloster aufgehoben.

Die markante Schauseite des dreigeschossigen Klostergebäudes ist die Westfassade des 21-achsigen Trakts, welcher in Nord-Süd-Richtung steht. Dieser war bis 1941 Gästetrakt mit Fürstenzimmer, heute sind die Volksschule und Konventräume untergebracht. An diesen Haupttrakt schließen südlich ein sechsachsiger und nördlich ein zehnachsiger Quertrakt nach Osten an. Im Südlichen sind die Volksschule und der Kindergarten der Stadt Bludenz untergebracht. Die Klausur befindet sich zum Großteil im Nordtrakt, an den die 1730 geweihte Klosterkirche mit dazwischen einem kleinen Hof angestellt ist.


Die Kirche mit geostetem Langhaus, eingezogenem, gerade abschließenden Chor unter Satteldach mit achteckigem Glockenturm mit Zwiebel über der Westfassade wurde innen in den Jahren 1997/1998 restauriert. Als wesentliche Arbeiten wurden dabei die fünf barocken Deckenbilder wieder freigelegt, an den Wänden die Lisenen und an den Kapitellen die Akantusblätter wieder hergestellt. Weiters wurde ein Altar aus der Franziskanerkirche in Reutte / Tirol als Hauptaltar aufgestellt.


Für eine für die darauf folgenden Jahre geplante Restaurierung der Klostertrakte wurde 1998 als Vorbereitung die Restaurierung einer Musterachse über alle drei Geschosse an der Westfassade vorgenommen. Dabei zeigte sich, dass unter der in den 60er Jahren aufgebrachten Fassadengliederung mit grauer Nullfläche und weiß aufgesetzten Fensterfaschen und einfacher Horizontalgliederung eine geritzte und gemalte Architekturgliederung in Sgraffittotechnik mit grauem Unterputz mit gelblichem Oberputz lag. Diese stammt von der Erweiterung in den Jahren 1721-1723.

Inzwischen wurde nun vor ca. einem Jahr das Kloster mit neuen Dominikanerinnen aus dem Kloster Kazis in Graubünden besetzt, nachdem die wenigen Schwestern ebenfalls aus Kazis aus Altersgründen den Betrieb nicht mehr aufrecht erhalten konnten. Mit dieser Neubesetzung soll nun auch die Gesamtrestaurierung der Klostertrakte aufgenommen werden, sobald sich die finanziellen Möglichkeiten dafür eröffnen.

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