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Restaurierwerkstätten Baudenkmalpflege


Die Restaurierwerkstätten Baudenkmalpflege entwickelten sich aus der 1984 in der Kartause Mauerbach gegründeten Abteilung für historische Handwerkstechnik. Die heutige Organisationsform sichert in der Weiterbildung aller am Altbau beschäftigten Berufsgruppen die enge Verbindung zwischen den Grundlagen der Denkmalpflege und der erforderlichen Praxis am Bau. Die schrittweise Sanierung und Restaurierung des Kartäuserklosters versteht sich hierbei als Schulung für eine modellhafte Altbausanierung.
Seit dem Jahr 2000 widmet sich die Abteilung auch der Öffentlichkeitsarbeit und veranstaltet regelmäßig Ausstellungen, die Aspekte der Baudenkmalpflege für Interessierte entsprechend aufarbeitet und präsentiert. Konzertzyklen und Führungen durch die Kartause und ihre historischen Gärten ergänzen das kulturelle Angebot.

Die Aufgaben der Werkstätten:

? Erforschung und Erprobung von Konservierungs- und Restaurierungsmethoden und -technologien für die Baudenkmalpflege, insbesondere betreffend die Gebiete Baumaterialien (Stein, Ziegel, Holz, etc.), Bauerhaltung (Baustatik, Schadensphänomene, historische Technologien), Architekturoberflächen (historische Putze, Stuck, Bauplastik, Wandmalereien, Sgrafitti, etc.), Baunebengewerbe (Steinmetz-, Schmiede-, Schlosser-, Spengler- und Gürtlerarbeiten, Tischler- und Zimmermannsarbeiten), Fensterkonstruktionen und Raumausstattungen (Bodenbeläge, Vertäfelungen, Tapeten, Öfen, usw.); Herstellung von Musterarbeiten sowie Modell- und Proberestaurierungen in der Kartause Mauerbach; Belange der Bauforschung im Rahmen der Baudenkmalpflege; Ausarbeitung von Fachinformationen.

? Erfassung und Beurteilung von in der Denkmalpflege verwendeten Baumaterialien, sonstiger Mittel, Methoden, Sanierungsverfahren und Ersatzmaterialien im Kontakt mit Produktherstellern, Gewerbe und Industrie; einschlägige Fachberatung anderer Organisationseinheiten des Amts sowie der Denkmaleigentümer.

? Wahrnehmung didaktischer Aufgaben, insbesondere Veranstaltungen zur Aus- und Weiterbildung in der Baudenkmalpflege für Restauratoren, Architekten, Beamte der Bauverwaltungen und amtsinterne Weiterbildung; in gleicher Weise Aus- und Weiterbildung in historischer Handwerkstechnik; Abhaltung von Kursen, Seminaren und Praktika im Zusammenwirken mit in- und ausländischen Organisationen.

? Aufbau einer konservatorisch-technologischen Dokumentation einschließlich Anlegung von Sammlungen über historische Handwerkstechniken, Handwerkzeug und Werkstoffen, auch in Form von Lehr- und Musterwerkstätten.

? Führung eines zentralen Materiallagers einschließlich Abbruchmaterialien (Bauhof, Lapidarium und Abgußsammlung); fachgerechte Verwahrung der amtseigenen Sammlung von Kopien mittelalterlicher Wandmalereien und Glasmalereien.

? Kontaktstelle für einschlägige Informations-, Dokumentations- und Forschungseinrichtungen des In- und Auslands.

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