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Die Kultur der Prävention
Ein Informations- und Präventionsfolder zum Schutz vor Kulturgutdelikten
Schloss Aurolzmünster: Innovation der Steinrestaurierung im Stiegenhaus des SchlossesDenkmalpflegepreis 2006 des Landes OÖ für Ing. Norbert Kienesberger und Rest. Erich Reichl

Die originalgetreu ergänzte und sanierte Stiegenanlage: im Steinbruch am Schwarzensee konnte passendes Material abgebaut werden. Bearbeitung durch CNC-Fräsen und händische Nachbearbeitung. Foto: Kienesberger

Schloss Aurolzmünster, Stiegenhaus um 1985, die Steinsäulen waren durch Holzpfeiler ersetzt. Foto: Kienesberger
In Zusammenhang mit einem Verkauf dieses bedeutendsten oberösterreichischen Barockschlosses wurden um 1920 sämtliche Marmorbalustraden und Marmorsäulen des außergewöhnlich repräsentativen Stiegenhauses ausgebaut und zerstreut und durch behelfsmäßige Holzbauteile ersetzt. Nachdem ein erheblicher Teil der Marmorstücke noch aufzufinden beziehungsweise nachzuweisen war, gedieh im Rahmen der aktuellen Restaurierung des Schlosses bald der ehrgeizige Plan zur Wiederherstellung des Stiegenhauses. Vorraussetzung hierfür waren exakteste Vermessungen des Baubestandes und insbesondere aller verfügbaren Elemente und Bruchstücke als Grundlage für eine entsprechende Werkplanung und Wiederversetzung. Eine entscheidende Innovation lag in der Ergänzung der Bruchstücke durch ausgesuchte Marmore, indem die Bruchflächen millimetergenau durch einen 3D-Laserscan erfasst und die Ergänzungen gegengleich durch eine computergesteuerte Fräse ausgearbeitet wurden. Durch diese Möglichkeit des Implantierens kann gegenüber herkömmlich eingesetzten Steinvierungen die größtmögliche Erhaltung der ursprünglichen Substanz gewährleistet werden.
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