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/ Tirol

1720 Besucherinnen und Besucher am Tag des Denkmals in Tirol

Vorab möchten wir uns sehr herzlich bei allen Mitveranstaltern und freiwilligen Helfern bedanken. Ohne ihre Hilfe und ihr Engagement wäre es nicht zu den insgesamt 1720 Besuchern gekommen, die wir heuer in Tirol verzeichnen konnten. Ein weiterer Dank gilt den Printmedien und dem ORF, die mit ihren Beiträgen ebenfalls zum Erfolg der heuer zum 10. Mal stattfindenden Veranstaltung beitrugen.


Reutte, Fort Claudia

Auf dem östlichen Falkenberg gelegene Befestigungsanlage, von Claudia de Medici beauftragt und 1639-1645 nach Plänen von Elias Gumpp zum Schutz der Südflanke der Ehrenburg errichtet. Erhalten sind Reste des Kernwerkes (Mauerzug mit Portalöffnung und Kordongesims) und der Mauermantel mit Geschützscharten und drei Eckbastionen.


Lienz, St. Andrä

Die Stadtpfarrkirche St. Andrä in Lienz reicht bis ins 5. Jh. In der dem Polygon des Chores folgenden Krypta zeigen sich noch Reste der romanischen Anlage, bis ins 2. Jh. n. Chr. zurückreichende behauene römische Steine sowie bemerkenswerte Ausstattungsstücke 14.-19. Jh. In der umgebenden Friedhofsanlage mit teilweise erhaltener zinnenbewehrter Umfassungsmauer und Resten von spätgotischen Arkaden befindet sich die eindrucksvolle Kriegergedächtnisstätte von Clemens Holzmeister mit einem Freskenzyklus von Albin Egger-Lienz (1924/25).


Jochberg, Bergbaumuseum und Schaubergwerk Kupferplatte

Bereits vor über 3000 Jahren wurde in der Gegend von Jochberg nach Kupfer geschürft. Zahlreiche verlassene Bergwerke und urzeitliche Schmelzplätze, sowie Halden und Werkzeuge zeugen von einer intensiven Nutzung der Bodenschätze. Im Jahr 1926 wurde der unrentabel gewordene Abbau eingestellt. 1990 entstand im ehem. Erbstollen das Schaubergwerk „Kupferplatte“, im nahe liegenden Bergbau- und Heimatmuseum befindet sich ein nachgebauter Bergbaustollen mit Geräten und Mineralien.


Innsbruck, Riesenrundgemälde

Das Riesenrundgemälde in Innsbruck ist ein international bedeutendes Kulturdenkmal mit hohem Seltenheitswert. Das 1895 von Zeno Diemer, Franz Burger u. a. gemalte, 1000 m2 große Leinwandbild stellt die glorreiche 3. Bergiselschlacht dar, wobei die expressiven Kampfszenen ebenso faszinieren wie die minutiös wiedergegebene Landschaft und die Stadtansicht von Innsbruck. Das Panoramagebäude ist ein Jugendstilbauwerk von 1907.


Imst, Kapuzinereremitage

Die Einsiedelei im ehem. Klostergarten (heute Gelände der Landeslandwirtschaftsschule) ist ein Kapellenbau aus dem 4. Viertel des 17. Jh. Der unverputzte quadratische Kapellenbau mit schindelgedecktem Pyramidendach und Laterne stellt ein klassisches Beispiel des Manierismus dar. Das Innere ist mit Muscheln, Schneckenhäusern und Nadelbaumzapfen sowie Stuckmodellierungen und reichem Inventar ausgestaltet. Die ausschließlich der Kontemplation der Kapuziner dienende Einsiedelei wird am Tag des Denkmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


Hall, Stadtarchäologie

Die neu bezogenen Räume in der Burg Hasegg ermöglichen es der Stadtarchäologie Hall i. T., ihre Aktivitäten im Rahmen ihres Museums einem größeren Publikum nahe zu bringen. Forschungen der vergangenen Jahre und Vorhaben für die Zukunft werden präsentiert. Erforscht werden die Entwicklung der Siedlung und das Leben in der mittelalterlichen Stadt Hall in Tirol.



Hall, Bergbaumuseum

Das Bergbaumuseum in der Stadt Hall erinnert als Nachbildung der Stollen an den Abbau im Halltal, der 1967 nach 800jähriger Nutzung stillgelegt wurde. Das Museum ist in der ehemaligen "Schmalzwaage“ untergebracht, in der die Salinenverwaltung die Naturalien lagerte, welche die Bergleute als Teil ihres Lohnes bekamen. Stollen, Schächte, eine Rutschbahn und ein "Sumpf" wurden in Miniatur nachgebaut und lassen gemeinsam mit den ausgestellten Werkzeugen die schwierigen Arbeitsbedingungen "unter Tag" erahnen.


Nauders, Höhle Altfinstermünz

Aufgrund der geographischen Lage in der schluchtartig eingeschnittenen Talsohle des Inns hatte Finstermünz schon bei den Römern strategische Bedeutung. Der erste schriftliche Beleg über eine Befestigung „castrum Luech“ stammt aus dem Jahr 1263. Im 15. Jh. wurde unter dem Landesfürsten Sigmund die Festung Sigmundseck und die Höhle erbaut, die durch einen begehbaren Felsengang miteinander verbunden sind.


Absam, Grabungen St. Magdalena im Halltal

Im Jahr 2003 bei Umbauarbeiten entdeckte Keramiken von etwa 500 v. Chr. führten in der Folge zu jährlich fortgesetzten archäologischen Grabungen durch die Stadtarchäologie Hall i. T. Mit Fortschreiten der Untersuchungen wird die Vermutung einer gewerblichen Nutzung der Anlage wahrscheinlicher. Der Zusammenhang mit dem Salzbergbau liegt nahe.


Abfaltersbach, Hafnerei Höfer-Troger-Steger

Die aus einem Hauptgebäude, zwei Schlämmbecken und einer Glasurmühle bestehende Hafnerei wurde nach dem Hochwasser des Jahres 1882 unter Einbeziehung älterer, bis zumindest ins erste Viertel des 17. Jh. zurückreichender Bauteile südlich des Abfaltersbacher Ortskern wiedererrichtet. Ihre Einzigartigkeit besteht vor allem darin, dass eine komplette Betriebseinrichtung des traditionellen Handwerks (z. B. Werkstatt, Brennofen, Glasurmühle, Schlämmbecken) erhalten blieb. Keramik und Ofenkacheln wurden vom 17. Jh. bis in die sechziger Jahre des 20. Jh. erzeugt.


Tux, Höhle beim Spannaglhaus

Durch eiszeitliches Schmelzwasser entstand unter dem Hintertuxer Gletscher mit über 10 km Länge das größte Höhlensystem der Zentralalpen. Die Spannagelhöhle liegt in einem Mamorzug (Kristalliner Kalk), der zwischen Urgestein eingebettet ist und unter der gewaltigen Gletscherzunge des Tuxer Ferners liegt. Seit 1964 ist die Höhle mit ihrer Umgebung geschützt. Bei der Führung sind u. a. die Tropfsteine, Sinterbildungen, Kristalle u. Bändermarmore zu besichtigen.